Möller, Helmut

Die Kunst zur Gesundheit

Salutogenese und Widerstandsfähigkeit: Schlüssel für die Musikermedizin

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 02/2009 , Seite 12

Die Per­spek­tiv­en der Musik­er­medi­zin mit dem Blick auf die Gesund­heit von Musik­ern haben sich verän­dert. Weit­ge­hend ste­ht die Frage nach der Salu­to­ge­nese im Mit­telpunkt: Warum und wie bleiben Musik­er gesund? Salu­to­ge­nese ist als Gegen­be­griff zur Patho­genese zu ver­ste­hen. Es wird danach gefragt, welche Fak­toren daran beteiligt sind, dass Musik­er gesund bleiben.

Spahn, Claudia

Das klinget so herrlich…”

Gesundheitsförderliche Strategien von Musikern

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 02/2009 , Seite 14

Wie Men­schen ihrer Arbeit gegenüber eingestellt sind und mit ihr umge­hen, lässt sich in wenige psy­chol­o­gis­che Grund­muster einord­nen. Dabei lassen sich jene, die der Gesund­heit des Arbei­t­en­den zuträglich sind, von jenen, die sein­er Gesund­heit schaden, unter­schei­den. Ent­ge­gen ander­slau­t­en­den Gerücht­en gehören Musik­er keineswegs per se zur Risiko­gruppe. Und die Musik, deren Ausübung zu “berufs­be­d­ingten” seel­is­chen Krankheit­en führen kann, ist zugle­ich eine der größten Ressourcen für Heilungsprozesse.

Altenmüller, Eckart

Der Gänsehaut-Effekt

Glück durch Musizieren

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 02/2009 , Seite 16

Ich bin süchtig nach Spie­len. Fast jeden Mor­gen freue ich mich schon auf die Proben, und natür­lich noch mehr auf die Konz­erte. Schon wenn ich meine Posaune aus­packe und das blink­ende Met­all sehe, erfüllt mich Stolz. Meine Töne gefall­en mir. Sie sind majestätisch und kraftvoll. Gestern Abend haben wir die Walküre gespielt. Und wenn wir dann im Posaunen­satz zusam­men mit der Tuba den Rhyth­mus im ‘Ritt’ gut hinkriegen und so richtig die Sau raus­lassen, dann laufen mir kreuzweise die Schauer den Rück­en runter. Danach kön­nte ich richtig süchtig wer­den.” Eckart Alten­müller über den Gänse­haut-Effekt – wann er entste­ht und warum.

Esch, Tobias

Gesund trotz (und mit!) Musik

Über die Bedeutung von Musik für Motivation, Belohnung und Stressreduktion

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 02/2009 , Seite 18

Musik steigert poten­ziell die Moti­va­tion und senkt die neg­a­tiv­en Auswirkun­gen von Stress. Für den pro­fes­sionellen Musik­er jedoch kann Musik bzw. die Musikausübung auch Stress und Angst verur­sachen und über jene Zusam­men­hänge die Leis­tungs­fähigkeit beein­trächti­gen. All­ge­mein gehört die Musik zum “Grund­klang” äußerst wirk­samer Tech­niken ein­er ganzheitlichen und selb­st­wirk­samen Stressre­duk­tion oder Gesund­heits­förderung, d.h. zu den so genan­nten salu­to­ge­nen Ressourcen, die uns allen innewohnen. Diese Ressourcen, die auch in einem medi­zinis­chen Stress­man­age­ment genutzt wer­den, ste­hen dem Musikausüben­den wie selb­stver­ständlich zur Verfügung.

Fendel, Martin

Wer hält Musiker gesund?

Podiumsdiskussion beim 9. Symposium der DGfMM in Köln

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 02/2009 , Seite 20

Wer ist eigentlich für die Gesund­heit von Musik­ern “zuständig”? Wer ist bere­it, welchen Beitrag zu leis­ten? Wer hat welche Inter­essen und Erwartun­gen? Mit diesen Fra­gen beschäftigten sich Teil­nehmer und Audi­to­ri­um ein­er Podi­ums­diskus­sion, bei der Arbeit­ge­ber und Arbeit­nehmer, Unfal­lka­ssen, Musik­er und Musik­er-Ärzte vertreten waren.

Burzik, Andreas

Die Kunst des Entstehenlassens

Lernen und Lehren nach Prinzipien der Selbstorganisation

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 02/2009 , Seite 22

Kom­plexe, dynamis­che Sys­teme funk­tion­ieren am besten im Zus­tand der Selb­stor­gan­i­sa­tion. Üben im Flow ist eine Meth­ode, die gezielt die Selb­stor­gan­i­sa­tion des Sys­tems “Üben­der Musik­er” anregt: “Es” begin­nt zu üben. Diese Meth­ode stellt einen Par­a­dig­men­wech­sel in der Art dar, wie kün­st­lerische Fähigkeit­en unter­richtet und erwor­ben wer­den: weg von der bewusst ges­teuerten Manip­u­la­tion des Bewe­gungsap­pa­rats, hin zur Kun­st des anstren­gungslosen Entstehenlassens.

Richter, Bernhard

Wie bleiben Sänger gesund?

Besonderheiten in der Prävention von Stimmerkrankungen

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 02/2009 , Seite 24

Pro­fes­sionelles Sin­gen stellt hohe Anforderun­gen an die Sänger und ist dur­chaus mit dem Hochleis­tungss­port ver­gle­ich­bar. Für die Gesun­der­hal­tung von Sängern sind das Leben­salter sowie biol­o­gis­che und stimm­phys­i­ol­o­gis­che Beson­der­heit­en zu berück­sichti­gen. Eine “präven­tive Ein­stel­lung” und enge Koop­er­a­tion mit (möglichst selb­st als Sänger erfahre­nen) Stim­märzten sind unverzicht­bar. Das Sin­gen selb­st fördert die Gesundheit!

Schuppert, Maria

Kompetenzen – Kontakte – Kommunikation

Was leisten musikermedizinische Fachgesellschaften und lokale Netzwerke für die Musikergesundheit?

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 02/2009 , Seite 26

Die Etablierung ein­er spez­i­fis­chen Gesund­heitsvor­sorge für Musik­er war und ist geprägt vom Wirken musik­er­medi­zinis­ch­er Fachge­sellschaften und lokaler Net­zw­erke. Im Fol­gen­den sollen Entwick­lung, Errun­gen­schaften, aktuelle Auf­gaben und Visio­nen dargestellt werden.

Pangert, Roland / Helmgard Mill

87 dB(A) bei klassischer Musik?

Passen Beethoven, Berlioz, Strauss und Wagner indie EU?

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 01/2004 , Seite 19

Die EU hat die zuläs­sige Lärm­ex­po­si­tion fu¨r alle Arbeit­nehmer geregelt: 87 dB(A). Obwohl diese Laut­stärke im Orch­ester deut­lich u¨berschritten wird, gilt die Regelung ausdru¨cklich auch fu¨r Musik­er. Und das nicht ohne guten Grund. Viele Musik­er wis­sen um “ihre” c‑5-Senke, ihren mehr oder min­der fort­geschrit­te­nen lärmbe­d­ingten Hörschaden. Viele ken­nen auch den Tin­ni­tus, nervige Ohrg­eräusche, zunächst nicht immer, aber meis­tens immer öfter. Was soll man dage­gen tun? Leis­er spie­len? Klas­sik ver­bi­eten? (Von mod­ern­er Unter­hal­tungsmusik ganz zu schweigen!)