Marco Frei

MÜNCHEN: Schauerlich-liebestrunkene Nacht

Das dritte Abokonzert des Münchener Kammerorchesters hält mit Enno Poppe Nachtwach

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 3/2025 , Seite 63

Im vorweihnachtlichen Trubel kann es manchmal bunt zugehen. Beim letzten Abo-Konzert des Münchener Kammerorchesters des Jahres 2024 war ein mobiles Navigationsprogramm zu Beginn des Abends nicht ausgeschaltet. „In dreihundert Metern rechts abbiegen“, dröhnte es in voller Lautstärke durch das Münchner Prinzregententheater. Großes Gelächter im Publikum. Aber wenig später kam es noch besser. Als Sarah Maria Read more about MÜNCHEN: Schauerlich-liebestrunkene Nacht[…]

Otto Paul Burkhardt

REUTLINGEN: Klanggemälde im Cinemascope-Format

Württembergische Philharmonie spielt Rachmaninow, Crusell, Mascagni und Rota

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 3/2025 , Seite 62

Es braucht nicht immer den großen Programmknüller. Das dritte Sinfoniekonzert der Württembergischen Philharmonie Reutlingen kam ohne Hauptattraktion aus. Es bot stattdessen vier etwas weniger bekannte Werke, jedes gleichwohl mit ganz eigenen Reizen. Die Stadthalle mit 1000 Zuhörenden war fast voll, die Bindung des Publikums zu seinem Orchester hat sich unter Chefdirigentin Ariane Matiakh weiter gefestigt. Read more about REUTLINGEN: Klanggemälde im Cinemascope-Format[…]

Sven Scherz-Schade

STUTTGART: Historisch informierte Kontraste

Stuttgarter Kammerorchester begeistert mit Präzision beim Auftakt seines Beethoven-Projekts

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 3/2025 , Seite 61

Ein erfrischend scharfer Klang mit gut geladener Klassikenergie kam von den ventillosen Hörnern, die bei dieser Beethoven-Interpretation markante Akzente zu setzen wussten. So etwas bleibt im Ohr! Im gut besuchten Mozartsaal der Stuttgarter Liederhalle begann das Stuttgarter Kammerorchester Ende November sein ambitioniertes Beethoven-Projekt: Bis Weihnachten 2027 sollen alle neun Sinfonien Beethovens in Studio-Produktionen auf CD Read more about STUTTGART: Historisch informierte Kontraste[…]

Ingo Hoddick

KÖLN: Abgesang auf Frieden und Wohlstand

Unter der Leitung des Gastdirigenten Osmo Vänskä übertraf sich das Gürzenich-Orchester selbst

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 3/2025 , Seite 60

Mit einer zehnminütigen Uraufführung begann das Gürzenich-Orchester im Dezember sein Sinfoniekonzert in der Kölner Philharmonie. Der 1944 (also 80 Jahre zuvor) im benachbarten Leverkusen geborene Kölner Komponist York Höller präsentierte hier sein Auftragswerk Prolog und Abgesang – Orchestrale Fantasie nach einem Motiv von Robert Schumann. Der Titel bezeichnet nicht zwei Formteile, sondern eine doppelte Funktion: Read more about KÖLN: Abgesang auf Frieden und Wohlstand[…]

Ingo Hoddick

DETMOLD: Griff nach den Sternen

Das Symphonische Orchester des Landestheaters Detmold feierte sein 175-jähriges Bestehen

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 3/2025 , Seite 59

Als Gründungsjahr des heutigen Symphonischen Orchesters des Landestheaters Detmold gilt 1849. Dienten die in den früheren Jahrhunderten im deutschen Sprachraum gegründeten Hofkapellen zunächst der Begleitung bei der Jagd, der kurzweiligen Unterhaltung und der festlichen Repräsentation der Herrschenden, sollte in dem damaligen kleinen Fürstentum Lippe die späte Gründung vor allem im Hoftheater endlich ein festes und Read more about DETMOLD: Griff nach den Sternen[…]

Doris Kösterke

FRANKFURT/MAIN: Bei lebendigem Leibe

Arthur Honeggers „Jeanne d’Arc au bûcher“ als Weihnachtsmärchen mit dem hr Sinfonieorchester

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 3/2025 , Seite 58

Kurz vor Weihnachten tourte das hr Sinfonieorchester unter seinem Chefdirigenten Alain Altinoglu mit Jeanne d’Arc au bûcher von Arthur Honegger auf einen Text von Paul Claudel durch Europa. Mit dabei waren erstklassige französische Solist:innen, der Wiener Singverein und der Kinderchor der Oper Frankfurt. Die Alte Oper war die erste Station vor der Hamburger Elbphilharmonie, der Read more about FRANKFURT/MAIN: Bei lebendigem Leibe[…]

Roland Dippel

MÜNCHEN: Frauenpower mit kroatischem Nationalidiom

Das Münchner Rundfunkorchester brachte die Oper „Judita“ des kroatischen Komponisten Frano Parać zur deutschen Erstaufführung

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 3/2025 , Seite 57

Nach einer konzertanten Aufführung der kroatischen Nationaloper Ero der Schelm von Jakov Gotovac und einem Konzert war dieses Sonntagskonzert die dritte Kooperation des Münchner Rundfunkorchesters mit dem Heimatland seines Chefdirigenten Ivan Repušić. Zur deutschen Erstaufführung gelangte die am 14. Juli 2000 am Kroatischen Nationaltheater Split erstmals gespielte Oper Judita des Komponisten und Rockmusikers Frano Parać Read more about MÜNCHEN: Frauenpower mit kroatischem Nationalidiom[…]

Roland Dippel

MEININGEN: Gutmensch und Gewaltverbrecher

Frank Wildhorns Musical „Jekyll & Hyde„“ im Staatstheater Meiningen

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 3/2025 , Seite 56

Als 2007 die Rechte des Musicals Jekyll & Hyde für den Repertoirebetrieb an deutschen Theatern freigegeben wurden, setzte sich dessen Erfolg nach über 1500 amerikanischen Aufführungen seit der Uraufführung 1990 in Houston und am Broadway mit Vehemenz fort. Songs wie Someone Like You, A New Life und This is the Moment von Frank Wildhorn waren Read more about MEININGEN: Gutmensch und Gewaltverbrecher[…]

Johannes Killyen

DESSAU: Greatest Star

Das Anhaltische Theater glänzt mit „Divine Rhapsody“

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 3/2025 , Seite 55

Klagen über die Schnelllebigkeit der Zeit wurden immer schon vorgebracht. Besonders im Blick der Öffentlichkeit dabei das Werden und Vergehen von Stars – deren Halbwertszeit sich im Getriebe des Internets allerdings deutlich verkürzt hat. Berühmtheiten werden mit einem Post geboren und auf gleichem Wege abserviert – oder einfach nach einer Weile vergessen. Da ist es Read more about DESSAU: Greatest Star[…]

Dieter David Scholz

BERLIN: Begegnungen auf der Insel

Geschickte Reduzierung des selten gespielten „Robinson Crusoé“ von Jacques Offenbach an der Komischen Oper

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 3/2025 , Seite 53

Das Werk dauerte bei der Uraufführung insgesamt mehr als vier Stunden! An der Komischen Oper Berlin wurde Robinson Crusoé auf 90 Minuten gekürzt, wobei Regisseur Felix Seiler eine zusätzliche Erzählerin erfunden hat – Offenbachs lang verschollen geglaubte Schwester Jacqueline, die augenzwinkernd durch die Handlung führt. Sie tritt im Kostüm und in der Maske Jacques Offenbachs Read more about BERLIN: Begegnungen auf der Insel[…]

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