Spahn, Claudia

Sucht

Ein Thema im Orchester?

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 07-08/2010 , Seite 10

Über die Frage, wie die Ein­nahme von Alko­hol und Medika­menten zu bew­erten ist, an welchem Punkt ein über­mäßiger oder gar miss­bräuch­lich­er Kon­sum anfängt, herrschen unter Musik­ern, aber auch unter Musik­er­medi­zin­ern ganz unter­schiedliche Mei­n­un­gen. Gle­ich­wohl ist unbe­strit­ten, dass es wie in allen Berufen auch in Orch­estern einen Kon­sum von Alko­hol und Medika­menten gibt, der über das gesunde Maß hin­aus­ge­ht. Ein schwieriges und auch nur schw­er zu greifend­es The­ma.

Mohrs, Vera

Alkoholismus bei Musikern

Berufsspezifische Risikofaktoren

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 07-08/2010 , Seite 15

Unter Musik­ern scheinen psy­chis­che Krisen beson­ders ver­bre­it­et zu sein, auch Sucht­prob­leme sind keine Sel­tenheit. In diesem Beitrag wer­den Fak­toren im Leben des Musik­ers aufgezeigt, welche die Entwick­lung ein­er Alko­ho­lab­hängigkeit begün­sti­gen. Es wird unter­schieden zwis­chen Gefahren­quellen, die mit den Arbeits­be­din­gun­gen des Musik­ers zusam­men­hän­gen, Aspek­ten der Musik­er­per­sön­lichkeit sowie den Risiken, die das gesellschaftlich tolerierte Genuss­mit­tel Alko­hol mit sich bringt.

Sinsch, Sandra

Das Bier der Gewohnheit

Orchestermusiker zwischen Sucht und Genuss

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 07-08/2010 , Seite 18

Musik­er tauschen sich in der Regel gerne aus. Doch beim Stich­wort Alko­hol- und Dro­genkon­sum wer­den sie wortkarg. Dabei bet­rifft das The­ma jeden Orch­ester­graben, denn laut Sta­tis­tik bekämpft rund ein Drit­tel der Musik­er Auftrittsäng­ste mit Alko­hol, Betablock­ern und Rauschmit­teln.

Mohrs, Vera

Eine harmonische Verbindung?

Auswirkungen des Alkoholkonsums auf das Musizieren

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 07-08/2010 , Seite 20

Die Auswirkun­gen von Alko­holkon­sum auf das Musizieren wur­den bish­er kaum empirisch unter­sucht. Ken­nt­nisse über die neu­ronalen Voraus­set­zun­gen des Musizierens sowie über die kör­per­lichen, geisti­gen und sozialen Kon­se­quen­zen des Alko­holkon­sums lassen jedoch Rückschlüsse darauf zu, welchen Effekt ein Alko­hol­rausch auf die musikalis­che Per­for­mance hat, wie sich das Üben am Instru­ment unter dem Ein­fluss von Alko­hol gestal­tet und welche Fol­gen chro­nis­ch­er Alko­holis­mus für die musikalis­che Tätigkeit mit sich bringt.

Langhammer, Franziska

Musiker auf Betablocker

Tabuisierung statt Thematisierung

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 07-08/2010 , Seite 24

Junge Musik­er sind beim Probe­spiel für eine Orch­ester­stelle ein­er extremen Stress­si­t­u­a­tion aus­ge­set­zt. Nicht sel­ten greifen sie zu Betablock­ern, um ihre Aufre­gung in den Griff zu bekom­men. Einige Pro­fes­soren unter­stützen sie sog­ar dabei, offen gesprochen wird darüber kaum.

Pegelhoff, Ralf

Suchthilfe und Suchtprävention

Die Betriebsvereinbarung am Niedersächsischen Staatstheater Hannover

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 07-08/2010 , Seite 27

Der Kon­sum von Alko­hol in kün­st­lerischen Betrieben hat in den ver­gan­genen Jahren zum Teil erhe­blich nachge­lassen. War es vor eini­gen Jahren noch dur­chaus üblich, in der Pause ein Gläschen Bier oder Sekt zu trinken, ist dies heute eher sel­ten der Fall. Dies hat u. a. mit ein­er neueren Gen­er­a­tion von Musik­ern zu tun, für die eine leis­tung­sein­schränk­ende Wirkung von Alko­hol auch in gerin­gen Men­gen deut­lich spür­bar wird und die dies als unan­genehm empfind­et – für sich und für andere. Gle­ich­wohl ist das Prob­lem des über­mäßi­gen oder gar miss­bräuch­lichen Kon­sums von Alko­hol im Orch­ester damit nicht ver­schwun­den und es stellt sich die Frage, wie mit dem The­ma kün­ftig umge­gan­gen wer­den soll, von Seit­en der Musik­er, aber auch des Man­age­ments. Als eines der ersten Musik­the­ater hat die Nieder­säch­sis­che Staat­sthe­ater GmbH eine Betrieb­svere­in­barung zur Suchthil­fe und Sucht­präven­tion aufge­set­zt, die zurzeit als Entwurf vor­liegt.

Kreuter, Michael / Christiane Kreuter

Medizinische Aspekte bei Bläsern

Blasinstrumentespielen als Therapie und Auslöser von Lungenerkrankungen

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 06/2010 , Seite 29

Lun­generkrankun­gen machen auch vor Musik­ern nicht halt. Leonard Bern­stein z. B. litt an COPD (chro­nis­che Bron­chi­tis mit dauer­haft verengten Bronchien), Chopin an Tuberku­lose. Beson­ders Bläs­er sind bei Lun­generkrankun­gen gefährdet, aber das Spie­len eines Blasin­stru­ments kann auch ther­a­peutisch sein. So erlernte Antho­ny John Cam­den, langjähriger Solo-Oboist des Lon­don Sym­pho­ny Orches­tra, Oboe als Kind nur deshalb, weil man hoffte, sein starkes Asth­ma so kon­trol­lieren zu kön­nen – der Beginn ein­er Erfol­gs­geschichte.

Kreutzer, Robert

Atemstütze

Fehlinterpretationen des Fachbegriffs

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 10/2009 , Seite 35

Was ist “Stütze” und wozu dient sie? Vor allem in der Gesangspäd­a­gogik, aber auch bei den Bläsern existiert eine weitver­bre­it­et, all­ge­mein akzep­tierte “Def­i­n­i­tion”. Grund genug, sie nach neuesten Erken­nt­nis­sen fach­lich zu hin­ter­fra­gen und auf ihre Gültigkeit bzw. Anwend­barkeit zu über­prüfen.

Burzik, Andreas

Die Kunst des Entstehenlassens

Lernen und Lehren nach Prinzipien der Selbstorganisation

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 02/2009 , Seite 22

Kom­plexe, dynamis­che Sys­teme funk­tion­ieren am besten im Zus­tand der Selb­stor­gan­i­sa­tion. Üben im Flow ist eine Meth­ode, die gezielt die Selb­stor­gan­i­sa­tion des Sys­tems “Üben­der Musik­er” anregt: “Es” begin­nt zu üben. Diese Meth­ode stellt einen Par­a­dig­men­wech­sel in der Art dar, wie kün­st­lerische Fähigkeit­en unter­richtet und erwor­ben wer­den: weg von der bewusst ges­teuerten Manip­u­la­tion des Bewe­gungsap­pa­rats, hin zur Kun­st des anstren­gungslosen Entste­hen­lassens.

Richter, Bernhard

Wie bleiben Sänger gesund?

Besonderheiten in der Prävention von Stimmerkrankungen

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 02/2009 , Seite 24

Pro­fes­sionelles Sin­gen stellt hohe Anforderun­gen an die Sänger und ist dur­chaus mit dem Hochleis­tungss­port ver­gle­ich­bar. Für die Gesun­der­hal­tung von Sängern sind das Leben­salter sowie biol­o­gis­che und stimm­phys­i­ol­o­gis­che Beson­der­heit­en zu berück­sichti­gen. Eine “präven­tive Ein­stel­lung” und enge Koop­er­a­tion mit (möglichst selb­st als Sänger erfahre­nen) Stim­märzten sind unverzicht­bar. Das Sin­gen selb­st fördert die Gesund­heit!