Frei, Marco

Theater muss der Gesellschaft etwas wert sein”

Im Interview mit Harald Mayr, langjähriger Geschäftsführender Kaufmännischer Direktor des Tiroler Landestheaters in Innsbruck

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 07-08/2011 , Seite 30

?Seit über 40 Jahren wirkt Har­ald Mayr am Tirol­er Lan­desthe­ater in Inns­bruck, davon seit 25 Jahren als Geschäfts­führen­der Kaufmän­nis­ch­er Direk­tor. In sein­er Amt­szeit wurde das Haus in eine GmbH umge­wan­delt und das Orch­ester betrieblich inte­gri­ert – Grund genug für eine Bilanz.

Breitbach, Eva

Crowdfunding – Schwarmfinanzierung

Projektfinanzierung übers Internet

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 06/2011 , Seite 38

Crowd­fund­ing-Plat­tfor­men ermöglichen mit gespende­ten Kle­in­st­be­trä­gen der Inter­net­nutzer die Finanzierung von Pro­jek­ten aus dem kul­turellen oder sozialen Bere­ich. Dabei beste­ht eine enge Verknüp­fung mit Web-2.0-Kommunikation, denn eine gute Infor­ma­tions- und Beziehungsar­beit bildet die Basis jed­er Crowd­fund­ing-Aktion.

Ruhnke, Ulrich

Der Freundeskreis ist die Basis für alles

Andreas Mölich-Zebhauser über die Kunst des Fundraisens, was Stadttheater vom Festspielhaus Baden-Baden lernen können und die Bedeutung des Freundeskreises

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 05/2011 , Seite 15

?Das Fest­spiel­haus Baden-Baden ist das einzige über­wiegend pri­vat finanzierte Opern- und Konz­erthaus Deutsch­lands. Zwei Drit­tel des Etats wer­den vor allem über den Tick­etverkauf erwirtschaftet, ein Drit­tel kommt von Spon­soren und pri­vat­en Förder­ern, die ins­ge­samt zwis­chen sieben und acht Mil­lio­nen Euro pro Jahr geben. Die Stadt Baden-Baden und das Land Baden-Würt­tem­berg sind nur insofern finanziell beteiligt, als sie Miete und Unter­halt des Gebäudes finanzieren.
Im Feb­ru­ar 2011 erhielt das Fest­spiel­haus als erstes Opern­haus über­haupt die ISO-Zer­ti­fizierung für Qual­itäts­man­age­ment. Dafür wur­den über 100 Abläufe der Veranstaltungs­organisation – von der Kün­stler­be­treu­ung über die Qual­ität und den Ser­vice der Gas­tronomie bis hin zum Karten­verkauf – durch die DEKRA geprüft und offiziell mit der ISO-Norm 9001:2008 aus­geze­ich­net. Durch die sys­tem­a­tis­che Verbesserung der Abläufe und Pro­duk­te kon­nte die Zufrieden­heit der Kun­den, aber auch der Mitar­beit­er kon­tinuier­lich gesteigert wer­den.
?Andreas Mölich-Zeb­hauser ist der Inten­dant und Geschäfts­führer der Fest­spiel­haus und Fest­spiele Baden-Baden gGmbH. Nach ein­er Anstel­lung beim Mailän­der Musikver­lag Ricor­di in dessen Münch­n­er Nieder­las­sung über­nahm er 1991 die Geschäfts­führung der Deutschen Ensem­ble Akademie und des Frank­furter Ensem­ble Mod­ern. Die finanziell angeschla­ge­nen Ensem­bles baute er inner­halb weniger Jahre zu inter­na­tion­al ange­se­henen und sich selb­st tra­gen­den Unternehmen auf. 1998 über­nahm er das bere­its kurz nach sein­er Eröff­nung vor dem Konkurs ste­hende Fest­spiel­haus Baden-Baden und machte es zum kün­st­lerisch höchst erfol­gre­ichen, ersten pri­vat finanzierten Opern- und Konz­erthaus Deutsch­lands. Im Mai 2010 wurde der Ver­trag von Mölich-Zeb­hauser bis 2019 ver­längert.

Ruhnke, Ulrich

Professionalisierung ist notwendig

Ulrich Ruhnke im Gespräch mit Maurice Lausberg über Fehler beim Fundraising, schlechte Rahmenbedingungen und wie die Situation zu verbessern wäre

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 05/2011 , Seite 19

Mau­rice Laus­berg studierte Physik an der Lud­wig-Max­i­m­il­ians-Uni­ver­sität München und École Nor­male Supérieur Paris. Danach arbeit­ete er als Berater bei Roland Berg­er Strat­e­gy Con­sul­tants sowie von 2000 bis 2005 als Pro­duk­tion­s­man­ag­er und Leit­er Development/Sponsoring an der Bay­erischen Staat­sop­er München. Seit 2005 ist Mau­rice Laus­berg Geschäfts­führen­der Gesellschafter der actori GmbH, Deutsch­lands größter Beratungs­ge­sellschaft mit Branchen­spezial­isierung auf Kul­tur, Bil­dung und Sport. Zudem ist Mau­rice Laus­berg Pro­fes­sor für Kul­tur­man­age­ment an der Hochschule für Musik und The­ater München und leit­et dort zusam­men mit Mar­tin Maria Krüger, Präsi­dent des deutschen Musikrats, das Insti­tut für Kul­tur­man­age­ment.

Kolbe, Corina

Tue Gutes und sprich darüber”

Beispiel 2: Fundraising im Konzerthaus. Corina Kolbe im Gespräch mit Sebastian Nordmann, Intendant des Konzerthauses Berlin, und Gabriele Bühler, Vorstandsvorsitzende des Vereins Zukunft Konzerthaus

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 05/2011 , Seite 26

Prof. Dr. Sebas­t­ian Nord­mann, geboren 1971 in Kiel, pro­movierte nach dem Studi­um der Musik­wis­senschaften und Neueren Geschichte in Hei­del­berg und Berlin über das The­ma “Der Ein­fluss des Schleswig-Hol­stein Musik Fes­ti­vals auf die Musik­land­schaft Schleswig-Hol­stein”. Nach ersten prak­tis­chen Erfahrun­gen als Kul­tur- und Orch­ester­man­ag­er, unter anderem beim Edin­burgh Fes­ti­val und beim Lan­desju­gen­dorch­ester Schleswig-Hol­stein, arbeit­ete er als Unternehmens­ber­ater bei der Boston Con­sult­ing Group an Pro­jek­ten bei einem großen CD-Label und zwei Banken. Von Okto­ber 2002 bis Dezem­ber 2008 war er Inten­dant und Geschäfts­führer der Fest­spiele Meck­len­burg-Vor­pom­mern. Im Juli 2008 wurde er zum Pro­fes­sor für das Fach Musikmanagement/Kulturmanagement ernan­nt (Stiftung­spro­fes­sur an der Hochschule für Musik und The­ater Ros­tock). Seit Beginn der Sai­son 2009/10 leit­et Sebas­t­ian Nord­mann als Inten­dant das Konz­erthaus Berlin.

?Gabriele Büh­ler, geboren 1958 in Old­en­burg, studierte Rechtswis­senschaften an der Uni­ver­sität Ham­burg. Nach beru­flichen Sta­tio­nen in Deutsch­land, Aus­tralien und den USA ließ sie sich 1990 als selb­st­ständi­ge Recht­san­wältin in Deutsch­land nieder. Mitte 2001 ging sie nach Wash­ing­ton D.C., wo sie neben ihrer Tätigkeit als Anwältin qua­si als „Botschaf­terin“ des Konz­erthaus­es Berlin die Fundrais­ingstruk­tur und Ehre­namt­spro­gramme an namhaften Kun­st- und Kul­turein­rich­tun­gen in den USA recher­chierte. Nach ihrer Rück­kehr 2003 hat sie am Konz­erthaus Berlin das Pilot­pro­jekt “Auf­bau eines Ehre­namt­spro­gramms nach amerikanis­chen Vor­bild” maßge­blich miten­twick­elt und konzip­iert. Seit Mitte 2007 ist sie auf diesem Gebi­et auch für die Stiftung der Berlin­er Phil­har­moniker und seit Ende 2010 für die Komis­che Oper Berlin tätig. Darüber hin­aus küm­mert sie sich seit Herb­st 2003 als Vor­standsvor­sitzende von Zukun­ft Konz­erthaus e. V. um die Ein­wer­bung von Spenden­geldern.

Ruhnke, Ulrich

Wir machen weiter

Beispiel 3: Fundraising im Opernhaus. Ulrich Ruhnke im Gespräch mit Jürgen Flimm, Intendant der Berliner Staatsoper Unter den Linden, und Andrea Kaiser, Leiterin der Abteilung Kommunikation der Berliner Staatsoper

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 05/2011 , Seite 29

Die Bay­erische Staat­sop­er in München akquiri­ert durch Fund­rais­ing-Pro­gramme jedes Jahr fast vier Mil­lio­nen Euro von freigiebi­gen Pri­vat­per­so­n­en und poten­ten Unternehmens-Spon­soren. Die Berlin­er Staat­sop­er schafft es auf nur etwa 150000 Euro. Woran liegt es, dass die Höhe der so genan­nten Drittmit­tel in Berlin ver­gle­ich­sweise so niedrig ist? Ein Gespräch mit Jür­gen Flimm, Inten­dant der Berlin­er Staat­sop­er und Andrea Kaiser, Kom­mu­nika­tion­schefin des Haus­es und ver­ant­wortlich für die Betreu­ung der Part­ner und Spon­soren.

Gerlach-March, Rita / Lorenz Pöllmann

Dritte Finanzierungsquelle

Möglichkeiten zur Erhöhung der Eigeneinnahmen bei Orchestern

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 05/2011 , Seite 32

Neben der staatlichen Grund­fi­nanzierung auf der einen und den Spender- und Spon­soren­geldern auf der anderen Seite sind die selb­st gener­ierten Ein­nah­men die wesentliche dritte Finanzierungsquelle eines Kul­turbe­triebs. Ziel des vor­liegen­den Beitrags ist es, For­men und Möglichkeit­en von Eigenein­nah­men für Orch­ester aufzuzeigen und Ansätze für deren erfol­gre­iche besucheror­i­en­tierte Ver­mark­tung zu disku­tieren: Für Orch­ester ist es ein strate­gis­ches Ziel, den Anteil der Eigenein­nah­men zu erhöhen, um unab­hängiger von anderen Finanzierungsquellen zu sein und zudem einen besseren Stand bei Fra­gen der Legit­i­ma­tion zu haben.

Gartiser, Peter

Der Preis spielt keine Rolle?

Preispolitik und -gestaltung bei Orchestern und Konzerthäusern

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 05/2011 , Seite 34

Die Gestal­tung der Preise für Kul­turver­anstal­tun­gen fol­gt keinen erkennbaren Regeln: Sind es Kalku­la­tion­sergeb­nisse, nach der Rech­nung “Kosten plus X”? Sind es die Preise, die der Wet­tbe­werb fordert, mal knapp darüber, mal darunter? Sind es die Preise, über die ein Gremi­um, der Träger oder Zuwen­dungs­ge­ber, etwa der Stad­trat, befind­et? Oder sind es die Beträge, die der Kunde bere­it ist zu bezahlen?

Scherz-Schade, Sven

Jubeltöne fürs Private?

Zur Studie der Managementberatung A.T. Kearney "Zukunft von Kultureinrichtungen"

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 04/2011 , Seite 24

Bei der Suche nach ein­er zukun­fts­fähi­gen Kul­tur­fi­nanzierung wer­den nicht sel­ten pri­vatwirtschaftliche Gesellschaftsmod­elle als beson­ders aus­sicht­sre­ich gelobt. Vergessen wird dabei häu­fig, dass die meis­ten pri­vat finanzierten Klassik­anbieter nur deshalb ihren Erfolg ent­fal­ten kon­nten und kön­nen, weil sie bei Pla­nung und Pro­gram­mierung auf ein großes Ange­bot öffentlich finanziert­er Ensem­bles zurück­greifen kön­nen. Pri­vate und öffentliche Kul­tur­fi­nanzierung sind aufeinan­der angewiesen. Die Man­age­ment­ber­ater von A.T. Kear­ney haben eine Studie über die “Zukun­ft von Kul­turein­rich­tun­gen! erstellt. Sie gibt gute Anre­gun­gen fürs Man­age­ment, ver­nach­läs­sigt aber, dass das Bemühen um staatliche Kul­tur­fi­nanzierung – zumal in Län­dern ohne die aus­geprägte Tra­di­tion der pri­vat­en Kul­tur­fi­nanzierung – Vor­rang haben muss.

Fischer, Tilman

Hoffnungsträger?

Möglichkeiten und Grenzen privater Kulturförderung

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 11/2010 , Seite 40

Die Beschaf­fung von Drittmit­teln, kurz Fundrais­ing genan­nt, ist mit­tler­weile eine ver­traute Erschei­n­ung in der Orch­ester­land­schaft. Drei Gespräche mit Entschei­dern der Kul­tur­förderung der Wirtschaft eröff­nen Ein­blicke in deren Arbeit­sall­t­ag und deren Entschei­dungskri­te­rien. Sie ermöglichen damit auch eine Ori­en­tierung­shil­fe für eigene Fundraisin­gak­tiv­itäten.