Forsthoff, Christoph / Corina Kolbe

Positionen

Stadt und Kultur – Musikvermittlung prägt Strukturen

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 11/2008 , Seite 14

Der sich beschle­u­ni­gende Struk­tur­wan­del in Wirtschaft und Gesellschaft wirkt sich zweifel­sohne auch auf den Zusam­men­hang von Musik und kul­tureller Iden­tität in Hin­blick auf den städtis­chen Raum, seine Lebens­for­men, Insti­tu­tio­nen, Tra­di­tio­nen und Zukun­ftsper­spek­tiv­en aus. Kul­tur entste­ht dort, wo sich aus kün­st­lerischen Werten gesellschaftliche bilden. Urbane Struk­turen sind ein bemerkenswertes Barom­e­ter. Musikver­mit­tlung als städtis­chen Iden­titäts­baustein zu denken, kön­nte für bei­de Seit­en – die Musik auf der einen, die Stadt auf der anderen – inter­es­sante Per­spek­tiv­en eröff­nen. Ein Autor und eine Autorin kom­men­tieren ihre Beobach­tun­gen auf dem Streifzug durch Ham­burg, Basel, Berlin, das Ruhrge­bi­et und Heidelberg.

Allwardt, Ingrid / Ernst Klaus Schneider / Janina Schäfer / Elmar Lampson / Barbara Stiller

Reaktionen

Musikvermittlung an drei Hochschulen

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 11/2008 , Seite 18

Musikver­mit­tlung erfährt seit Ende der 1990er Jahre sowohl in kün­st­lerischen als auch in musikpäd­a­gogis­chen Kon­tex­ten eine inter­es­sante Entwick­lung. Die Frage, wie man ler­nen kann, Musik zu ver­mit­teln, beschäftigt nicht nur die bere­its umtriebi­gen Ver­mit­tler, son­dern auch die Stät­ten der Aus­bil­dung. Die Hochschule für Musik in Det­mold reagierte als erste bere­its vor gut zehn Jahren auf den Impuls der Szene. Heute hat sich die Sit­u­a­tion ver­schärft: Kaum ein Orch­ester kommt ohne päd­a­gogis­ches Pro­gramm aus. Orch­ester, Konz­erthäuser, Städte schaf­fen Stellen für Musikver­mit­tler und für die Musikhochschulen wird es “höch­ste Zeit, ihren Studieren­den das für dieses Feld nötige Handw­erk­szeug in vielfälti­gen Zusam­men­hän­gen und Kon­tex­ten zu ver­mit­teln” (Ernst Klaus Schneider).

Noltze, Holger

Ausblick

Vermittlung vermittelt Vermittlung

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 11/2008 , Seite 24

Alles nur ein Ver­mit­tlung­sprob­lem? Wenn in Sorge um aus­bleiben­des Pub­likum und leere Konz­erthallen Musikver­mit­tler zu Notarzt-Dien­sten gerufen wer­den, geht es dann noch um die Musik oder um etwas ganz anderes?

Frei, Marco

Eine Leistungsgesellschaft nimmt Musik nicht ernst

Konstantin Wecker über seine Kinderprojekte mit dem Münchner Rundfunkorchester

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 07-08/2008 , Seite 28

Seit jeher gibt es eine enge Verbindung zwis­chen Kon­stan­tin Weck­er und dem Münch­n­er Rund­funko­rch­ester. Es sind nicht zulet­zt die Kinder­pro­jek­te des bay­erischen Lie­der­ma­ch­ers und des BR-Ensem­bles, die vor eini­gen Jahren starteten und von Anfang an Furore macht­en. Weck­er erläutert den Ansatz sein­er Kinder­pro­jek­te mit dem Münch­n­er Rund­funko­rch­ester und die generelle Bedeu­tung von Musikvermittlung.

Rudiger, Georg

Von Lauschangriffen und Störgeräuschen

Institutsübergreifende Musikvermittlung in Freiburg

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 05/2008 , Seite 34

Neue Musik ist nicht immer leicht zu ver­mit­teln. Wenn allerd­ings Musikhochschule, Schule und ein Ensem­ble miteinan­der in Kon­takt treten, dann eröff­nen sich neue Möglichkeit­en. Kom­pe­ten­zen wer­den ergänzt und Syn­ergieef­fek­te genutzt. Das Jugend­klang­pro­jekt “Hör mal!” des Freiburg­er “ensem­ble recherche” zeigt, wie so etwas funk­tion­ieren kann.

Dantrimont, Nicole

Baby Mozart und Fisch aus der Dose

Musik-CDs für Kinder

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 09/2007 , Seite 10

Musikver­mit­tlung boomt. Welche medi­alen Ange­bot gibt es? Der Markt an ein­schlägi­gen CDs ist fast unüber­schaubar, auch gibt es etliche Radiosendun­gen, in denen Kindern Musik ver­mit­telt wird. Doch ein reich­es Ange­bot allein reicht nicht aus, die Qual­ität lässt oft­mals zu wün­schen übrig. Kindgerecht auf­bere­it­ete Inter­net­seit­en zur klas­sis­chen Musik sind gar Man­gel­ware. Nicole Dant­ri­mont hat sich umge­se­hen: Im ersten Beitrag geht es um Musik-CDs, im fol­gen­den um Radiosendun­gen und Internetseiten.

Dantrimont, Nicole

Audiofiles und virtuelle Musiker

Klassische Musik für Kinder im Internet und im Radio

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 09/2007 , Seite 17

Mehr und mehr Zeit ver­brin­gen Kinder vor dem Com­put­er. Der Com­put­er dient als Spiel- und Ler­nob­jekt, als Tor zum Inter­net und immer häu­figer auch als Radio­er­satz. Doch was wird geboten für die Kinder von heute? Deckt sich das Ange­bot mit den Inter­essen der Ziel­gruppe? Wird die Ziel­gruppe über­haupt klar definiert? Sind auch deutsche Orch­ester für Kinder im Web präsent? Nicole Dant­ri­mont hat sich durchs Netz geklickt.

Porsch, Ronny

Die Sehnsucht der Bilder nach der Musik

Warum audio-visuelle Konzerte ein Erlebnis sein können

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 07-08/2006 , Seite 20

Seit Jahrhun­derten sind Konz­ert­ereignisse streng rit­u­al­isiert: fes­tliche Klei­dung, stille Konzen­tra­tion, Applaus nach Fahrplan. Eine Rei­he von Klangkör­pern und Kün­stlern ver­suchen nun, diesem Rit­u­al neues Leben einzuhauchen. Und find­en die Lösung in visueller Musik.

Hamann, Thomas K.

Die Zukunft der Klassik

Ohne proaktive Maßnahmen im Verbund von Bildungspolitik, Kulturpolitik und Kulturträgern, wird die Nachfrage nach Live-Aufführungen klassischer Musik in den nächsten dreißig Jahren um circa 36 Prozent zurückgehen

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 09/2005 , Seite 10

Klas­sik in der Krise: Wer hört heute noch klas­sis­che Musik?” So und ähn­lich laut­en gegen­wär­tig apoka­lyp­tis­che Schlagzeilen in Bezug auf die klas­sis­che Musik und das Orch­ester­we­sen. Sollte die Anzahl an Besuch­ern von klas­sis­chen Konz­erten tat­säch­lich stark schrumpfen, wäre die vielfältige Orch­ester­land­schaft exis­ten­ziell bedro­ht. Im Ver­gle­ich zur Gesamt­bevölkerung ist das Klas­sikpub­likum drama­tisch über­al­tert. Steigt das Inter­esse an klas­sis­ch­er Musik mit zunehmen­dem Leben­salter grund­sät­zlich an, sodass aus den heute vor­wiegend Pop-/ Rock­musik hören­den Jugendlichen zukün­ftig aus­re­ichend viele Klas­sikhör­er her­vorge­hen wer­den? Oder wer­den sie keinen Zugang mehr zur klas­sis­chen Musik find­en, während die heuti­gen Klas­sikhör­er in den näch­sten Jahrzehn­ten sukzes­sive sterben?