Schoos, Thomas / Aleksandar Zivanovic

Der Wille zu musikalischer Exzellenz

Im Gespräch mit Andreas Mölich-Zebhauser

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 07-08/2009 , Seite 14

Es gibt Men­schen, die auf ganz natür­liche Weise in das Operngeschäft hineinwach­sen. So ein Men­sch ist Andreas Mölich-Zeb­hauser. Seit sein­er früh­esten Kind­heit saß der Sohn des Operndiri­gen­ten und Pianis­ten Theo Mölich regelmäßig in den Konz­ert­sälen des Ruhrge­bi­ets, studierte das Reper­toire und entwick­elte eine Pas­sion, die ihn sei­ther nie wieder losließ. Nach Sta­tio­nen beim Mailän­der Musikver­lag Ricor­di und dem Frank­furter Ensem­ble Mod­ern wurde Mölich-Zeb­hauser 1997 Inten­dant und Geschäfts­führer des Fest­spiel­haus­es Baden-Baden. In nur zehn Jahren führte er das erste pri­vat finanzierte Konz­erthaus Deutsch­lands aus den roten Zahlen und etablierte es in der ersten Rei­he der inter­na­tionalen Fest­spieladressen. Die Grund­ko­or­di­nat­en seines Erfol­gs erläutert er in einem Gespräch.

Zivanovic, Aleksandar

Schon toll, was da so herumsitzt

Die Festspielorchester in Bayreuth und Luzern

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 07-08/2009 , Seite 18

Sel­ten sind sich Musik­er, Kri­tik­er und Pub­likum über Qual­ität von Orch­estern einig. Geht es um das Lucerne Fes­ti­val Orches­tra oder das Bayreuther Fest­spielorch­ester, erklingt jedoch unisono Lob von allen Seit­en: Die New York Times feiert das Lucerne Fes­ti­val Orches­tra als eines der fein­sten Orch­ester, die es momen­tan gibt, und das Bayreuther Fest­spielorch­ester wurde nicht nur von Hans Knap­perts­busch als “Acht­es Weltwun­der” beze­ich­net. Selb­st wenn es für Insze­nierun­gen auf dem grü­nen Hügel mas­sive Buh-Rufe zu ern­ten gab, wurde das Fest­spielorch­ester vom Pub­likum mit ste­hen­den Ova­tio­nen gefeiert.

Schoos, Thomas

Klingende Kassen

Das Musikfestival als Unternehmen

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 07-08/2009 , Seite 21

Von Schleswig-Hol­stein bis nach Luzern, von der Mosel bis nach München: Der Som­mer ist mit seinen zahllosen Fes­ti­vals nicht nur für viele Musik­er und Musik­lieb­haber eine ganz beson­dere Zeit. Auch für die mit­tel- und unmit­tel­bar am Fes­ti­val beteiligten Unternehmen wie Hotels und Restau­rants, Indus­trie und Einzel­han­del sind die Fest­spiel­wochen ganz beson­dere Wochen, in denen nicht sel­ten Umsatzreko­rde verze­ich­net wer­den. Auch die öffentliche Hand freut sich, näm­lich über höhere Steuere­in­nah­men.

Korthase, Karolin

Die Kunst des Hörens

Musikvermittlung wird inzwischen auch auf Festivals großgeschrieben

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 07-08/2009 , Seite 24

So vielfältig wie die Musik selb­st ist auch ihre Ver­mit­tlung. Stetig wer­den neue Bil­dungskonzepte entwick­elt und ver­mehrt auch von den Fes­ti­vals wahrgenom­men. Aber die Qual­ität­sun­ter­schiede sind groß – nicht jedes Konzept ver­mag es, dem Pub­likum neue Zugänge zur Musik zu ver­schaf­fen. Richtig (Zu-)Hören lernt nur, wer sich traut auch selb­st aktiv zu wer­den.

Allwardt, Ingrid

Perspektivwechsel

Aufbruch in der Musikvermittlung

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 11/2008 , Seite 10

Wie weit das Feld der Musikver­mit­tlung ist, zeigt sich allerorts. Die Diskus­sio­nen über Begrif­flichkeit, Qual­ität­skri­te­rien, Aus­rich­tungs- und Aus­bil­dungsmöglichkeit­en sind so het­ero­gen wie Konzepte von Prak­tik­ern und Visio­nen von Poli­tik­ern. Musikver­mit­tlung als Kom­mu­nika­tion­sraum inner­halb urbaner Struk­turen und als Markt, der beispiel­haft pro­duk­tiv von Dis­so­nanzen lebt!?!

Forsthoff, Christoph / Corina Kolbe

Positionen

Stadt und Kultur – Musikvermittlung prägt Strukturen

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 11/2008 , Seite 14

Der sich beschle­u­ni­gende Struk­tur­wan­del in Wirtschaft und Gesellschaft wirkt sich zweifel­sohne auch auf den Zusam­men­hang von Musik und kul­tureller Iden­tität in Hin­blick auf den städtis­chen Raum, seine Lebens­for­men, Insti­tu­tio­nen, Tra­di­tio­nen und Zukun­ftsper­spek­tiv­en aus. Kul­tur entste­ht dort, wo sich aus kün­st­lerischen Werten gesellschaftliche bilden. Urbane Struk­turen sind ein bemerkenswertes Barom­e­ter. Musikver­mit­tlung als städtis­chen Iden­titäts­baustein zu denken, kön­nte für bei­de Seit­en – die Musik auf der einen, die Stadt auf der anderen – inter­es­sante Per­spek­tiv­en eröff­nen. Ein Autor und eine Autorin kom­men­tieren ihre Beobach­tun­gen auf dem Streifzug durch Ham­burg, Basel, Berlin, das Ruhrge­bi­et und Hei­del­berg.

Allwardt, Ingrid / Ernst Klaus Schneider / Janina Schäfer / Elmar Lampson / Barbara Stiller

Reaktionen

Musikvermittlung an drei Hochschulen

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 11/2008 , Seite 18

Musikver­mit­tlung erfährt seit Ende der 1990er Jahre sowohl in kün­st­lerischen als auch in musikpäd­a­gogis­chen Kon­tex­ten eine inter­es­sante Entwick­lung. Die Frage, wie man ler­nen kann, Musik zu ver­mit­teln, beschäftigt nicht nur die bere­its umtriebi­gen Ver­mit­tler, son­dern auch die Stät­ten der Aus­bil­dung. Die Hochschule für Musik in Det­mold reagierte als erste bere­its vor gut zehn Jahren auf den Impuls der Szene. Heute hat sich die Sit­u­a­tion ver­schärft: Kaum ein Orch­ester kommt ohne päd­a­gogis­ches Pro­gramm aus. Orch­ester, Konz­erthäuser, Städte schaf­fen Stellen für Musikver­mit­tler und für die Musikhochschulen wird es “höch­ste Zeit, ihren Studieren­den das für dieses Feld nötige Handw­erk­szeug in vielfälti­gen Zusam­men­hän­gen und Kon­tex­ten zu ver­mit­teln” (Ernst Klaus Schnei­der).

Noltze, Holger

Ausblick

Vermittlung vermittelt Vermittlung

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 11/2008 , Seite 24

Alles nur ein Ver­mit­tlung­sprob­lem? Wenn in Sorge um aus­bleiben­des Pub­likum und leere Konz­erthallen Musikver­mit­tler zu Notarzt-Dien­sten gerufen wer­den, geht es dann noch um die Musik oder um etwas ganz anderes?

Frei, Marco

Eine Leistungsgesellschaft nimmt Musik nicht ernst

Konstantin Wecker über seine Kinderprojekte mit dem Münchner Rundfunkorchester

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 07-08/2008 , Seite 28

Seit jeher gibt es eine enge Verbindung zwis­chen Kon­stan­tin Weck­er und dem Münch­n­er Rund­funko­rch­ester. Es sind nicht zulet­zt die Kinder­pro­jek­te des bay­erischen Lie­der­ma­ch­ers und des BR-Ensem­bles, die vor eini­gen Jahren starteten und von Anfang an Furore macht­en. Weck­er erläutert den Ansatz sein­er Kinder­pro­jek­te mit dem Münch­n­er Rund­funko­rch­ester und die generelle Bedeu­tung von Musikver­mit­tlung.

Rudiger, Georg

Von Lauschangriffen und Störgeräuschen

Institutsübergreifende Musikvermittlung in Freiburg

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 05/2008 , Seite 34

Neue Musik ist nicht immer leicht zu ver­mit­teln. Wenn allerd­ings Musikhochschule, Schule und ein Ensem­ble miteinan­der in Kon­takt treten, dann eröff­nen sich neue Möglichkeit­en. Kom­pe­ten­zen wer­den ergänzt und Syn­ergieef­fek­te genutzt. Das Jugend­klang­pro­jekt “Hör mal!” des Freiburg­er “ensem­ble recherche” zeigt, wie so etwas funk­tion­ieren kann.