Scholz, Dieter David

Plädoyer für einen “anderen” Wagner

Neue Wagner-Impulse aus Amsterdam. Dieter David Scholz im Gespräch mit Hartmut Haenchen

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 02/2006 , Seite 27

Hartmut Haenchen wurde 1943 in Dresden geboren, wurde Mitglied des Dresdner Kreuzchores und studierte Dirigieren und Gesang an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden. Er begann als 1. Kapellmeister an den Bühnen der Stadt Zwickau, wurde Gastdirigent der Berliner Staatsoper, der Dresdner Philharmonie und der Staatsoper Dresden sowie der Sächsischen Staatskapelle, schließlich Chefdirigent der Mecklenburgischen Staatskapelle und Musikdirektor des Mecklenburgischen Staatstheaters. Von 1980 bis 1996 war er ständiger Gastdirigent der Komischen Oper Berlin. 1980 gründete er das Kammerorchesters Carl Philipp Emanuel Bach und begann mit seiner Lehrtätigkeit an der Dresdner Hochschule für Musik (Dirigieren). 1986 verließ Hartmut Haenchen die DDR und wurde zum Generalmusikdirektor der Niederländischen Oper berufen. Das Amt hatte er bis 1999 inne. 1986 bis 2002 war er auch Chefdirigent der Niederländischen Philharmonie und des Niederländischen Kammerorchesters, daneben einige Jahre auch Gastdirigent des Royal Opera House Covent Garden, London. Seit 1999 ist er Erster Gastdirigent der Niederländischen Oper, Amsterdam. Im Jahr 2003 wurde er Intendant der Dresdner Musikfestspiele. Hartmut Haenchen ist ein gefragter Gastdirigent an allen großen Opern- und Konzerthäusern in Europa und Übersee und hat zahlreiche Preise gewonnen und Auszeichnungen erhalten. Königin Beatrix verlieh ihm 2005 für seine Verdienste um das Niederländische Musikleben die niederländischer Staatsbürgerschaft. Hartmut Haenchen hat mehr als hundert Schallplatten und/oder CDs und Bücher veröffentlicht.

Klapproth, Georg Otto

“Ein ganz neuer Typ muss entstehen!”

Vor hundert Jahren wurde das Heckelfon erfunden

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 12/2005 , Seite 21

Die Komponisten zu Beginn des 20. Jahrhunderts schätzten es sehr, Richard Strauss gab ihm in “Salome” eine prominente Aufgabe: das Heckelfon. Nachdem es in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst etwas stiller um das Instrument geworden war, entdecken es zeitgenössische Komponisten in den jüngsten Jahren wieder neu.

Lesle, Lutz

Im Stil der Zeit arbeiten

Ein Porträt der Orchesterlandschaft Estlands, Lettlands und Litauens, fünfzehn Jahre nach dem Zerfall der Sowjetunion

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 11/2005 , Seite 17

In Sowjetrussland führten die Musen, sofern sie die Doktrinen der Partei beherzigten oder die Kunst der Verhüllung beherrschten, ein sorgloses Leben. Um auf gute Gedanken zu kommen, konnten sich Komponisten in naturnahe Refugien zurückziehen, die ihr Verband zu diesem Zweck unterhielt. Die Kulturministerien der Unionsrepubliken kauften etliche Partituren, der Staatsverlag druckte einige. Der Komponistenverband vermittelte Aufführungen, arrangierte ganze “Autorkonzerte”. Niemand fragte, woher das Geld kam und ob die Musik Anklang fand. Mit dem Zusammenbruch Sowjetunion zerriss das sozialistische Sicherheitsnetz der “Kulturschaffenden”. Plötzlich waren die Künstler auf sich gestellt. Mühsam mussten sie lernen, ihre Kunst selbst zu Markte zu tragen und sich im freien Wettbewerb zu behaupten, um nicht unter die Verlierer zu geraten.

Koch, Rüdiger

“Funkisches” Singen

Rundfunkchor-Entwicklung vor 1945

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 07-08/2005 , Seite 25

Weder die Musikwissenschaft noch die Rundfunkforschung haben bisher die Entwicklung des Rundfunk-Chorwesens in Deutschland untersucht. So konnte der Eindruck entstehen, die Rundfunkchöre seien eine Schöpfung der Nachkriegszeit. Erkenntnissplitter finden sich nur in Spezialabhandlungen über die Programmgeschichte (1) und die Wirtschaftsgeschichte (2) des deutschen Rundfunks sowie in zeitgenössischen Almanachen. Seit Mitte der 90er Jahre hat in den Rundfunkchören Berlin (3) und Leipzig (4) eine Beschäftigung mit den geschichtlichen Wurzeln begonnen. Eine Zusammenfassung aller Ergebnisse ermöglicht es, die Grundlinien der Rundfunkchor-Entwicklung darzustellen.

Blankenburg, Elke Mascha

Dirigentinnen gestern und heute

Der vernachlässigte Anteil im Musikbetrieb

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 05/2005 , Seite 15

Eine Frau am Dirigentenpult – was in Konzert- und Opernkritiken auch heute noch als etwas Besonderes hervorgehoben wird, hat in Wirklichkeit schon eine lange Tradition. Elke Mascha Blankenburg gibt einen historischen Überblick.

Corvin, Matthias

Ein Italiener in Madrid

Zum 200. Todestag von Luigi Boccherini

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 05/2005 , Seite 30

Jeder kennt diese Melodie: Die gedämpfte Violine spielt ein liebliches Thema über sanften Pizzicati der Streicher. Es handelt sich um den dritten Satz eines E-Dur-Streichquartetts, der als “das Menuett” weltberühmt wurde. Doch der Komponist Luigi Boccherini, der hinter diesen Noten steht, hat noch wesentlich mehr zu bieten. Neben bedeutender Kammermusik hinterließ er auch Vokalwerke und etliche Orchestermusik. Vor 200 Jahren verstarb der Italiener in Madrid. Eine Würdigung von Matthias Corvin.

Laugwitz, Burkhard

Das musikalische Gedächtnis der Nation: Das Deutsche Musikarchiv in Berlin

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 03/2005 , Seite 26

Es ist ein Haus voller Musik. Eine unerschöpfliche Fundgrube für Musik- und Schallplattenexperten, für Musikhistoriker und -liebhaber, ein wahres Paradies für Freunde der Musik aller Arten: das Deutsche Musikarchiv in Berlin. Hier lagert nicht nur das, was seit den 70er Jahren, dem Zeitpunkt der Archivgründung, auf Notenpapier gedruckt wurde oder auf Tonträger erschienen ist, sondern auch etliches von dem, was seit der Erfindung der Tonaufzeichnung, in Klavierrollen gestanzt, auf Phonographen-Walzen verewigt oder auf Tonträger gepresst worden ist.

Ruzicka, Peter

Die eigene Art ist des Menschen Dämon

Gedanken zur heutigen Mahler-Rezeption

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 12/2004 , Seite 30

Nicht zu allen Zeiten war die Musik Gustav Mahlers solchermaßen wertgeschätzt wie heute. Die Veränderung in der Mahler-Rezeption führte nicht nur zu einer Veränderung des Konzert-Repertoires und der musikalischen Interpretationskunst, sondern eröffnete auch einen tieferen Blick auf das Werk von Komponisten vor und nach Mahler.

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