Wüster, Ulrich

Gutes besser machen

Der "junge ohren preis" will die Qualitätsdiskussion in der Musikvermittlung anregen

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 05/2007 , Seite 24

Um stolze 75 Prozent haben die deutschen Orch­ester ihre musikpäd­a­gogis­chen Ange­bote für Kinder und Jugendliche inner­halb von zwei Spielzeit­en gesteigert. Das ist das erfreuliche Ergeb­nis ein­er Umfrage der Deutschen Orch­ester­vere­ini­gung. Doch Quan­tität ist nicht alles. Der Erfolg von Musikver­mit­tlung­spro­jek­ten hängt vor allem von ihrer Qual­ität ab. Mit dem “junge ohren preis” soll ein größeres Bewusst­sein hier­für geschaf­fen wer­den.

Dantrimont, Nicole

Held im Verborgenen

Das Nationaltheaterorchester Mannheim

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 05/2007 , Seite 10

Auf der Home­page des Nation­althe­aters Mannheim braucht der Eingewei­hte nur drei Klicks, um sich zum Orch­ester vorzuar­beit­en. Neuankömm­linge suchen länger. Hat sich das Orch­ester ver­steckt, fris­tet es ein Nis­chen­da­sein? Im Gegen­teil, es ist präsen­ter als je zuvor. Eine Bestand­sauf­nahme von Nicole Dant­ri­mont.

Schulte im Walde, Christoph

Theaterführung mit Auftrittspflicht

Das Theaterjugendorchester in Münster

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 04/2007 , Seite 20

Seit 2000 gibt es an den Städtis­chen Büh­nen Mün­ster ein so genan­ntes The­ater­ju­gen­dorch­ester. Junge Musik­er aus der Stadt und Umge­bung wer­den zu einem Pro­jek­torch­ester zusam­mengestellt, das gemein­sam mit den Solis­ten des Haus­es eine Oper zur Auf­führung bringt – im Städtis­chen The­ater und als reg­ulär­er Bestandteil des Reper­toires. Profimusik­er unter­stützen und betreuen die jun­gen Erwach­se­nen, von denen manche über­legen, selb­st Profimusik­er zu wer­den.

Lühe, Barbara von der

Blick nach Europa

Im Reich der Mitte boomt nicht nur die Wirtschaft, sondern auch die Klassik

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 10/2006 , Seite 12

Schätzungsweise 80 Mil­lio­nen junge Chi­ne­sen unter 18 Jahren spie­len ein Instru­ment. Das sind fast so viele Men­schen, wie die Bun­desre­pub­lik Deutsch­land Ein­wohn­er hat. Nicht nur Chi­nas Wirtschaft, auch das Kul­turleben des Lan­des entwick­elt sich in einem ras­an­ten Tem­po. Die Liebe der Chi­ne­sen zur europäis­chen Klas­sik lässt die heimis­che Orch­ester­land­schaft neu erblühen.
Orch­ester in Chi­na: Bei­jing, Shang­hai, Hong Kong
Musikpäd­a­gogik und Musik­studi­um in Chi­na

Dantrimont, Nicole

Neues aus dem Musterländle

Die konzertdidaktische Kooperation des Radio-Sinfonieorchesters Stuttgart des SWR und des Kultusministeriums Baden-Württemberg

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 10/2006 , Seite 22

Man nehme einen Konz­ertknigge für die Schüler, einen Leit­faden für die Lehrer und stelle die Mikro­fone auf Emp­fang – fer­tig ist das Musikver­mit­tlung­spro­gramm! Ganz so ein­fach ist es zwar nicht, doch beim Radio-Sin­fonieorch­ester Stuttgart des SWR ist das Radio Teil des Musikver­mit­tlung­spro­gramms, sind die Mikro­fone Mit­tel zum Zweck, Arbeits­ma­te­r­i­al für Musik­er und Schüler. In Radiore­porta­gen und Konz­erte­in­führun­gen ent­deck­en die Schüler die Welt der klas­sis­chen Musik und die Welt eines Rund­funko­rch­esters. Und am Mis­ch­pult sitzen nicht nur Musikredak­teurin und Orch­ester­man­ag­er, son­dern auch Vertreter des Kul­tus­min­is­teri­ums Baden-Würt­tem­berg

Dantrimont, Nicole

Freude am Instrument und am Musizieren vermitteln”

Die Initiative ZukunftsMusiker – Nicole Dantrimont im Gespräch mit Herbert Arthen

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 04/2006 , Seite 18

Eltern­haus, Kinder­garten und Schule sind die klas­sis­chen Orte, an denen Kinder musikalis­che Luft schnup­pern kön­nen, vielle­icht sog­ar täglich. Wie aber sieht es mit den Kindern aus, die von Hause aus diese Möglichkeit nicht haben? Wieso nicht mal an ungewöhn­lichen Orten Musik aus­pro­bieren – zum Beispiel im Drogeriemarkt? Im März startete der dm-drogerie markt die Kam­pagne “Zukun­ftsMusik­er”. Mit dieser Ini­tia­tive liegt dm voll im Trend; denn auch andere Unternehmen wie McK­in­sey (“McK­in­sey bildet”) und die BASF (“Offen­sive Bil­dung”) bieten derzeit Pro­jek­te zur (früh-)kindlichen Bil­dung an, die sich über mehrere Wis­sens­bere­iche span­nen. Nicole Dant­ri­mont sprach mit Her­bert Arthen, bei dm-drogerie markt zuständig für Öffentlichkeit­sar­beit und für das, was sich hin­ter der Ini­tia­tive “Zukun­ftsMusik­er” ver­birgt.

Rudiger, Georg

Die Philharmonie als Veranstalter

Mit der Philharmonie Luxemburg und der Philharmonie Essen bieten nicht mehr nur Orchester, sondern auch Konzerthäuser umfangreiche Education-Programme an

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 04/2006 , Seite 33

Die Krise der Klas­sik ist auch eine Krise der Musikver­mit­tlung. Immer weniger junge Men­schen ler­nen ein Instru­ment, immer weniger besuchen klas­sis­che Konz­erte. Mit speziellen Kinder- und Jugend­pro­gram­men ver­suchen Orch­ester ver­lorenes Ter­rain zurück­zugewin­nen. Mit­tler­weile küm­mern sich auch Konz­erthäuser inten­siv um die Belange der jun­gen Gen­er­a­tion. Die Phil­har­monie Lux­em­burg bietet drei Konz­ertrei­hen speziell für Kinder und Jugendliche an, die Phil­har­monie Essen hat jüngst eine drei­jährige inten­sive Zusam­me­nar­beit mit ein­er Grund­schule ges­tartet. Ein Ein­blick in neue For­men der Musikver­mit­tlung.

Jenne, Michael

Aller guten Dinge sind leider nur drei

Musikgymnasien in Weimar, Dresden und Berlin

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 07-08/2005 , Seite 08

Zum pos­i­tiv­en Erbe der DDR für das Bil­dungssys­tem der Bun­desre­pub­lik Deutsch­land zählt der Typus der Spezialschule für Musik, der nach der Wende in lediglich drei Exem­plaren zum Musik­gym­na­si­um mutierte. Vor­läufer der Spezialschulen waren Kinderk­lassen an Musikhochschulen gewe­sen, deren Ursprünge als Musik- oder Orch­ester­schulen teil­weise bis ins 19. Jahrhun­dert zurück­re­ichen. Musikalisch beson­ders begabte Kinder und Jugendliche wur­den in den Spezialschulen gezielt auf ein instru­men­tales Musik­studi­um vor­bere­it­et; in der DDR war mit dessen Abschluss dann eine Stelle im Orch­ester gesichert, die den Absol­ven­ten für die ersten Jahre freilich zugewiesen wurde. Nach wie vor han­delt es sich bei den drei gle­ich struk­turi­erten Musik­gym­nasien in den ost­deutschen Län­dern um Inter­natss­chulen (wenn auch zu unter­schiedlichen Anteilen), die inzwis­chen von Klasse 5 bis zum Abitur führen, wobei die Auf­nahme nach bestanden­er Prü­fung auch in höheren Klassen erfol­gen kann.

Braun, Andrea

Bogenvibrato unbekannt?

Werden den Musikstudenten an deutschen Hochschulen ausreichende Kenntnisse in historischer Aufführungspraxis vermittelt?

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 07-08/2005 , Seite 18

Bran­den­bur­gis­che” heute mit Darm-, mor­gen mit Met­all­sait­en; Matthäus­pas­sion hier mit Altistin, dort mit Altus: His­torische Auf­führung­sprax­is ist heute kein Tum­melplatz für Exoten mehr, son­dern gehört für viele freis­chaf­fende Musik­er inzwis­chen zum täglichen Leben wie das Kolo­fo­ni­um. Doch wie sieht es an Opern­häusern und in Sym­phonieorch­estern aus? Und wie wird der Nach­wuchs auf die verän­derten Anforderun­gen des Arbeits­mark­ts vor­bere­it­et? Wird an den Musikhochschulen eine adäquate Aus­bil­dung ange­boten oder die Beruf­schan­cen der Nach­wuchsmusik­er ver­spielt?