Scherz-Schade, Sven

Zum Erfolg führen

Orchesterintendanten, -direktoren und -manager über ihre Sicht von "guter Führung"

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 11/2009 , Seite 17

Ein Orch­ester, das kein Ziel vor Augen hat, kann zwar seine Anstren­gung ver­dop­peln. Wo’s lang geht, weiß es damit aber immer noch nicht. Es gibt kein Paten­trezept, wie man ein Orch­ester dauer­haft zum Erfolg führt. Aber auf bes­timmte Prinzip­i­en ver­lassen sich alle Inten­dan­ten, Direk­toren oder Orch­ester­man­ag­er. Gute Führung, sagen sie, sei schließlich ihre Ver­ant­wor­tung. Eine Selb­stein­schätzung…

Salzwedel, Martin / Dirk Schütz

Was ist Führung?

Zur Unterscheidung von Führen, Managen und Verwalten

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 11/2009 , Seite 20

Dass es einen Unter­schied zwis­chen Man­a­gen und Ver­wal­ten gibt, ist unmit­tel­bar ein­sichtig. Aber auch Man­a­gen und Führen ist nicht das­selbe. Gle­ich­wohl gehört bei­des zusam­men wie die zwei Seit­en ein­er Medaille. Doch worin liegen die Unter­schiede und in welchem Zusam­men­hang ist welche Steuerungs­form angezeigt?

Mertens, Gerald

Zwischen Theorie und Praxis

Theater- und Orchestermanagement in Deutschland

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 11/2009 , Seite 22

Deutsche The­ater und Orch­ester ste­hen vor großen Her­aus­forderun­gen. Der seit Jahren unverän­dert zunehmende Einspardruck der öffentlichen Haushalte bei gle­ichzeit­ig steigen­den Per­son­al- und Sachkosten in den Kul­turein­rich­tun­gen ver­langt nach neuen Antworten, Ini­tia­tiv­en, Hand­lung­sop­tio­nen. Er ver­langt von The­ater- und Orch­ester­leitun­gen die Kraft zur Führung, Moti­va­tion und Kom­mu­nika­tion in den immer härteren Verteilungs- und Recht­fer­ti­gungskämpfen um die öffentlichen Zuschüsse, aber auch um die Erschließung neuer Ein­nah­me­quellen. Das Leitungsper­son­al ist hier­auf ganz über­wiegend kaum vor­bere­it­et. – Ein Plä­doy­er für mehr Aus- und Weit­er­bil­dung.

Scherz-Schade, Sven

Kunst lässt sich nicht evaluieren

Zielvereinbarungen und Strategieempfehlungen gibt es trotzdem. Im Gespräch mit Peter Gartiser

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 11/2009 , Seite 24

Peter Gar­tis­er ist Geschäfts­führer der 1999 gegrün­de­ten
Metrum Man­age­ment­ber­atung GmbH, München, die Entschei­dungsträger in strate­gis­chen Fragestel­lun­gen berät. Ihre Beratungstätigkeit richtet sich u.a. an Kul­turin­sti­tu­tio­nen wie Orch­ester, The­ater, Museen und Fes­ti­vals. Peter Gar­tis­er, der als Laien­musik­er Vio­line spielt, grün­dete gemein­sam mit seinem Geschäftspart­ner Nico­laus Steenken (Klar­inette) die Ini­tia­tive The Man­age­ment Sym­pho­ny. Im gle­ich­nami­gen Ensem­ble, das mit dem Gewand­hau­sor­ch­ester Leipzig kooperiert, musizieren Führungskräfte aus der Wirtschaft.

Scherz-Schade, Sven

Beratung für die gute Führung

Consulting und Orchestermanagement. Im Gespräch mit Matthias Bönsel

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 11/2009 , Seite 26

Schon in sein­er Jugend hat Matthias Bönsel eine enge Ver­bun­den­heit mit klas­sis­ch­er Musik gelebt. Zwis­chen 1985 und 1990 hat er bei “Jugend musiziert” Preise auf Region­al-, Lan­des- und Bun­de­sebene in den Instru­menten­klassen Klavier und Trompete gewon­nen. Bönsel studierte Betrieb­swirtschaft­slehre, absolvierte den Auf­baus­tu­di­en­gang “Kul­tur­man­age­ment” und war for­t­an in Führungspo­si­tio­nen tätig: bei Konz­ert­di­rek­tio­nen und beim ersten deutschen Pop-Orch­ester des NDR Han­nover Pop Orches­tra. 2001 hat er Viven­ture busi­ness + cul­ture solu­tions gegrün­det.

Sinsch, Sandra

Querdenker für den Kulturbetrieb

Das Berufsbild des Orchestermanagers wandelt sich

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 11/2009 , Seite 28

Inten­dan­ten und Orch­es­ter­di­rek­toren sind tra­di­tionell zunächst Kün­stler und danach erst Unternehmer. Doch eine sich rapi­de verän­dernde Gesellschaft ver­langt auch von Orch­estern den Mut, unkon­ven­tionelle Per­son­alentschei­dun­gen für die Ver­wal­tungsspitze zu tre­f­fen.

Salzwedel, Martin / Dirk Schütz

Demokratie oder Hierarchie?

Ideen darüber, wie beides zu integrieren ist

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 11/2009 , Seite 30

Welche grundle­gen­den Steuerungs­for­men sozialer Sys­teme gibt es und welche sind am besten für eine opti­male Leis­tungser­bringung im Orch­ester geeignet? Neben der notwendi­gen hier­ar­chis­chen Steuerung gibt es vielfältigere Möglichkeit­en der Per­son­alen­twick­lung als gemein­hin angenom­men. Orch­ester­mit­gliedern kann so die Möglichkeit gegeben wer­den, sich und ihre Ideen ver­stärkt einzubrin­gen und dadurch ihren per­sön­lichen Werten auch in der beru­flichen Tätigkeit Aus­druck zu geben.

Boerner, Sabine

Führung im Orchester

Ergebnisse der internationalen (empirischen) Forschung

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 11/2009 , Seite 33

Führung im Orch­ester” ist von unter­schiedlichen akademis­chen Diszi­plinen beleuchtet wor­den. So haben sich die Bere­iche Non­prof­it Man­age­ment, Orga­ni­za­tion­al Behav­ior, Human Resource Man­age­ment, Sozi­olo­gie, Sozial- und Musikpsy­cholo­gie jew­eils mit unter­schiedlichen Facetten des The­mas beschäftigt. Vor diesem Hin­ter­grund ver­mit­telt der fol­gende Beitrag einen Überblick über 20 Jahre Forschung zur Führung im Orch­ester.

Sinsch, Sandra

Gute Nachbarn, schlechte Nachbarn

Stimmgruppen im Orchester sind fragile Mikrokosmen

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 11/2009 , Seite 36

Welche Fähigkeit­en ein Stimm­führer im Orch­ester mit­brin­gen muss, weiß jed­er. Doch Rat­losigkeit herrscht in der Frage, wie man sich diese Qual­i­fika­tio­nen aneignet. In der Aus­bil­dung scheint dieses The­ma eben­falls wenig von Bedeu­tung zu sein.

Salzwedel, Martin / Dirk Schütz

Führung Macht Sinn

Führung im Orchester

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 11/2009 , Seite 10

Der inhaltliche Schw­er­punkt dieser Aus­gabe ist dem The­ma Führung gewid­met. Der Grund hier­für ist sehr ein­fach: Jedes soziale Sys­tem, jede Organ­i­sa­tion und damit jedes Orch­ester braucht Führung, wenn es sich entwick­eln will. Nor­maler­weise übern­immt inner­halb des Sys­tems der­jenige die Führung, der etwas verän­dern möchte. Das kann, muss aber nicht die for­mal definierte Führungskraft sein. Im kle­in­sten sozialen Sys­tem, der Fam­i­lie, übernehmen die Kinder sehr häu­fig die Führung, wenn beispiel­sweise die Kirmes im Ort ist. Sie reden so lange, bis die Eltern – die eigentlichen „Führungskräfte“ der Fam­i­lie – zus­tim­men und mit­ge­hen. Bei Orch­estern gibt es definierte Führungskräfte, die einen Teil der Führungsauf­gaben her­vor­ra­gend lösen, andere Bere­iche von Führung in Bezug auf das Man­age­ment der Organ­i­sa­tions-Kul­tur, der Per­son­alen­twick­lung und des Entwick­elns, Verän­derns und Kom­mu­nizierens des eige­nen gesellschaftlichen Grun­dauf­trags aber weniger inten­siv wahrnehmen, ein­fach weil sie es nicht gel­ernt haben. Beson­dere Rel­e­vanz gewin­nt dieser Aspekt dann, wenn andere Per­so­n­en – häu­fig aus der Poli­tik – die Verän­derun­gen für das Orch­ester bes­tim­men, weil dieses es nicht selb­st tut.