Bernd Aulich

ESSEN: Die Alpensinfonie als Gipfelpunkt

Die Essener Philharmoniker polieren ihren Ruf als Strauss-Orchester ­allererster Güte auf

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 3/2026 , Seite 61

Dieses Werk ist monströs. Schon in der Besetzung setzt die Alpensinfonie unerhörte Maßstäbe. Ein Sinfonieorchester mit 125 Musikern hat sich Richard Strauss 1915 zur Uraufführung der Dresdner Hofkapelle in der Berliner Philharmonie ausbedungen. Typisch wilhelminischer Größenwahn, könnte man meinen; und der Komponist – ein Kind seiner Zeit – schuf diese achte und letzte sinfonische Dichtung Read more about ESSEN: Die Alpensinfonie als Gipfelpunkt[…]

Claudia Behn

GOTHA: Der Klang Thüringens

Sinfoniekonzert zum Jubiläum: 375 Jahre Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 3/2026 , Seite 60

Im Januar fand in Gotha und Eisenach das erste Sinfoniekonzert der neuen Spielzeit der Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach statt. Diese neue Spielzeit ist gleichzeitig das Jubiläumsjahr, denn sie bildet den musikalischen Auftakt zu 375 Jahren Orchestertradition in Gotha-Eisenach – unter dem Spielzeitmotto „Wanderer zwischen den Welten – Thüringen entdecken mit der Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach“. Dabei geht Read more about GOTHA: Der Klang Thüringens[…]

Roland Dippel

SCHWEDT: Wiener Klassik für Brandenburg

Das Preußische Kammerorchester im Theater Schwedt

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 3/2026 , Seite 59

Der große Saal der Uckermärkischen Bühnen wird derzeit renoviert. Deshalb finden die Abstecher des Preußischen Kammerorchesters ausgehend von seinem Standort Prenzlau im kleinen Saal des 1978 als Schwedter Kulturhaus eröffneten Gebäudes statt. Chefdirigent Jürgen Bruns, der parallel die Putbus Festspiele leitet, und Schwedts Intendant André Nicke freuen sich über den stetig wachsenden Zulauf für die Read more about SCHWEDT: Wiener Klassik für Brandenburg[…]

Roland Dippel

FRANKFURT AM MAIN: Britisch und blutig

Die Frankfurter Erstaufführung von Harrison Birtwistles „Punch and Judy“ mit dem Opern- und Museumsorchester

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 3/2026 , Seite 58

Neben seinen britischen Komponierkolleg:innen kommt der 2022 im Alter von 88 Jahren verstorbene Harrison Birtwistle auf dem Kontinent nicht ganz so gut an wie andere Landsleute, etwa Judith Weir. Auf der Insel nennt man ihn dagegen in einem Atemzug neben Benjamin Britten und Mark-Anthony Turnage. Der Empfänger des Ernst von Siemens Musikpreises gelangte an der Read more about FRANKFURT AM MAIN: Britisch und blutig[…]

Lilian Teuschler

COTTBUS: Sonnenfinsternis im Nalepa-Sound

Helmut Oehrings „AscheMOND oder The Fairy Queen“ – ein gelungenes Experiment zwischen Barock und Moderne

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 3/2026 , Seite 57

Es ist ein Spektakel der Superlative, diese Oper von Helmut Oehring, die, nach 2013 in Berlin und 2017 in Wuppertal, am 23. Januar 2026 mit der Cottbuser Fassung des Komponisten eine dritte Uraufführung erfahren hat. Die Bühne des Staatstheaters erinnert an das legendäre Funkhaus in der Berliner Nalepastraße, das wegen seiner exzellenten Akustik als eines Read more about COTTBUS: Sonnenfinsternis im Nalepa-Sound[…]

Sven Scherz-Schade

KARLSRUHE: Bess gegen das Dorf

Missy Mazzolis Oper „Breaking the Waves“ am Badischen Staatstheater zeigt die Zukunft der Oper

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 3/2026 , Seite 56

Die 2016 in Philadelphia uraufgeführte Oper Breaking the Waves ist eine Adaption des gleichnamigen Films von 1996, dem Meisterwerk von Lars von Trier, das von Reinheit und Güte in einer brutalen Welt erzählt. Am Badischen Staatstheater Karlsruhe hatte Missy Mazzolis Oper im Januar 2026 Premiere. Unter dem Motto „Zukunft Oper“ setzt Karlsruhe bewusst auf neuere Read more about KARLSRUHE: Bess gegen das Dorf[…]

Roland Dippel

DRESDEN: Starkes Spiel über Demenz

Die deutsche Erstaufführung von Elena Langers „The Lion’s Face“ mit der Elbland Philharmonie Sachsen

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 3/2026 , Seite 55

Im Aufspüren ungewöhnlicher Spielstätten sind die Landesbühnen Sachsen erfindungsreich. Nach dem Schlachthof Dresden erobern sie sich nun zum zweiten Mal das Zentralwerk am S-Bahnhof Dresden-Pieschen. Der leicht heruntergekommene Saal mit Bühne und Empore, Möbeln aus dem vorigen Jahrhundert und angerissenen Tapeten auf den Bogendecken gehört zu einer früheren Nähmaschinen- und Schreibmaschinen­fabrik. Der Reiz des Absonderlichen Read more about DRESDEN: Starkes Spiel über Demenz[…]

Roland Dippel

ANNABERG-BUCHHOLZ: Rarität am Operetten-Hotspot

Im Erzgebirge entdeckt man „Die gelbe Lilie“ von Michael Krasznay-Krausz

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 3/2026 , Seite 54

Im Eduard-von-Winterstein-Theater sammelt Intendant Moritz Gogg mit einer verwegenen Menge von Entdeckungen Erfolge. Und am 10. Oktober 2026 gelangt in Annaberg-Buchholz Schmetterling, die zweite Operette des Tenors Daniel Behle, zur Uraufführung. Der Untertitel zur neuesten Produktion Die gelbe Lilie mit dem Text von Géza Herczeg und István Zágon nach dem Schauspiel von Lajos Bíró verrät Read more about ANNABERG-BUCHHOLZ: Rarität am Operetten-Hotspot[…]

Andreas Hauff

MAINZ: Ab in die Vergangenheit

Nach 93 Jahren endlich auf der Bühne: Julia Kerrs Science-Fiction-Oper „Der Chronoplan“ am Mainzer Staatstheater

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 3/2026 , Seite 53

Albert Einstein, der berühmte Physiker, trat 1915/16 in Berlin mit seiner Allgemeinen Relativitätstheorie an die Öffentlichkeit. Seine Kontakte zu Luftverkehrsunternehmen beflügelten die Fantasie der Zeitgenossen. Ende der 1920er Jahre schrieb der renommierte Theaterkritiker und Literat Alfred Kerr ein Opernlibretto für seine Frau, die Komponistin Julia Kerr (geb. Weismann, 1898–1965). Darin hat Einstein eine Zeitmaschine, den Read more about MAINZ: Ab in die Vergangenheit[…]

Antje Rößler

BERLIN: Hundert Jahre „Wozzeck“

Die Berliner Staatsoper feiert das Jubiläum von Alban Bergs Meisterwerk mit der Wiederaufnahme einer zeitlosen Inszenierung von Andrea Breth

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 3/2026 , Seite 52

1921 setzte Alban Berg den Schlussstrich unter seinen Wozzeck. Die erste atonale Oper galt zunächst als unspielbar. Zudem war die finanzielle Lage nach Krieg und Inflation schwierig, sodass die Partitur schließlich nur mit Unterstützung von Alma Mahler-Werfel gedruckt werden konnte. Erst am 14. Dezember 1925 ging die Uraufführung unter Erich Kleiber in der Staatsoper Unter Read more about BERLIN: Hundert Jahre „Wozzeck“[…]

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