Kai Marius Schabram

Claudio Arrau

Universalist des Klaviers

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 4/2026 , Seite 70

Der in Chile geborene Pianist Claudio Arrau zählt zu den bedeutendsten Künstler:innen des 20. Jahrhunderts. In Berlin ausgebildet bei Martin Krause, einem der letzten Liszt-Schüler, durchlebte er als junger Mann auch psychische Krisen und emigrierte während des Zweiten Weltkriegs in die USA. Häufig als seriöser und werktreuer Interpret des klassisch-romantischen Kernrepertoires charakterisiert, offenbart er insbesondere Read more about Claudio Arrau[…]

Martin Tröndle (Hg.)

Das Konzert III

Stimmen aus dem Publikum

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 4/2026 , Seite 70

Diese Selektion aus insgesamt 79 Interviews mit 136 Befragten entstand im Rahmen des Projekts Experimental Concert Research. Sie folgt den Bänden Neue Aufführungskonzepte für eine klassische Form (2009) und Beiträge zum Forschungsfeld der Concert Studies (2018). Anlass waren zwei Streichquintett-Konzerte im Jahr 2022 mit Ludwig van Beethovens op. 104 c-Moll, Brett Deans Epitaphs (2010) und Read more about Das Konzert III[…]

Roland Dippel

MÜNCHEN: Katastrophen- und Trauer-Klänge

Henzes „Floß der Medusa“ und eine Uraufführung von Olga Neuwirth bei der Musica Viva München

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 4/2026 , Seite 67

Sie alle hatten vor fast vierzig Jahren Verbindungen zum von Hans Werner Henze gegründeten Jugendmusikfest Deutschlandsberg im Steirischen Herbst: Jörg Widmann, die Komponistin Olga Neuwirth (geb. 1968) und ihr 2023 verstorbener Vater, der österreichische Jazz-Universalist Harry Neuwirth. Ihm widmete Olga Neuwirth die 2024 entstandene Rhapsodie Zones of Blue. Diese erklang im dritten Konzert der Münchener Read more about MÜNCHEN: Katastrophen- und Trauer-Klänge[…]

Michael Pitz-Grewenig

BREMEN: Mut für Neues

Die Bremer Philharmoniker unter der Leitung von Marko Letonja nehmen neue Musik in den Blick

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 4/2026 , Seite 66

Die 201. Spielzeit der Bremer Philharmoniker ist spannend. Marko Letonja, seit der Spielzeit 2018/2019 Generalmusikdirektor und Chefdirigent der Bremer Philharmoniker, entpuppt sich immer mehr als Glücksgriff für Bremens Musikleben. Neben den Philharmonischen Konzerten gibt es eine Vielzahl von spannenden Musikformaten wie die Konzerte im Tabakquartier, Familienkonzerte, Sonderkonzerte usw. Aber auch die Programmzusammenstellung der Philharmonischen Konzerte Read more about BREMEN: Mut für Neues[…]

Ingo Hoddick

KREFELD/MÖNCHENGLADBACH: Amerikanische „Heroen“

Die Niederrheinischen Sinfoniker beleuchteten in ihrem vierten ­Sinfoniekonzert die Musik der USA

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 4/2026 , Seite 65

Bei allem, was man in der letzten Zeit so aus den vor 250 Jahren gegründeten USA hört, wird leicht vergessen, dass von dort auch hörenswerte neuere klassische Musik kommt. Das zeigten im Februar die Niederrheinischen Sinfoniker mit ihrem vierten Sinfoniekonzert unter dem Titel „Heroen“, wie inzwischen üblich an zwei Tagen in Mönchengladbach und am dritten Read more about KREFELD/MÖNCHENGLADBACH: Amerikanische „Heroen“[…]

Marco Frei

BAD REICHENHALL: Made in America

Eine vielsagende Saisoneröffnung bei den Bad Reichenhaller Philharmonikern

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 4/2026 , Seite 64

Seine Worte waren sehr persönlich und klug gewählt. Es war Daniel Spaw anzumerken, wie sehr ihn der aktuelle Weltlauf, insbesondere der aktuelle Zustand der US-amerikanischen Demokratie, Sorgen bereitet. Er stammt aus Nashville in Tennessee, und seit 2020 wirkt Spaw als Generalmusikdirektor der Bad Reichenhaller Philharmoniker. Als solcher leitete er nun das erste Abonnementkonzert der Spielzeit Read more about BAD REICHENHALL: Made in America[…]

Alexander Mottok

LÜNEBURG: Bernsteins Rückkehr nach Lüneburg

„Kaddish“ als gemeinsames Kunstwerk zum Holocaust-Gedenktag

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 4/2026 , Seite 62

Zumindest einmal, Berichten zufolge auch ein weiteres Mal, hat Leonard Bernstein um 1988 herum selbst in Lüneburg dirigiert. Dennoch hatte das Lüneburger Theater die West Side Story erst 2024 auf dem Spielplan. Dass es in Lüneburg bisher keine Aufführungen von Bernsteins sinfonischen oder chorsinfonischen Werken gab, ist kein Zufall: Die dafür erforderlichen Besetzungen lassen sich Read more about LÜNEBURG: Bernsteins Rückkehr nach Lüneburg[…]

Otto Paul Burkhardt

REUTLINGEN: Funkelnd, brodelnd, urgewaltig

Sayguns Fünfte: Die Württembergische Philharmonie Reutlingen traut sich was

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 4/2026 , Seite 62

Alle kennen das – Sandwich-Konzerte, bei denen das einzige zeitgenössische Werk des Programms schamhaft zwischen zwei geläufigen Klassikern versteckt wird. Die Württembergische Philharmonie Reutlingen ging da mutiger vor – und präsentierte als Hauptwerk eines Abo-Abends die selten gespielte 5. Sinfonie (1986) von Ahmet Adnan Saygun, dem wohl bekanntesten, in Paris ausgebildeten und von Bartók inspirierten Read more about REUTLINGEN: Funkelnd, brodelnd, urgewaltig[…]

Andreas Pecht

KOBLENZ: Klares Klangwerk

Die Rheinische Philharmonie überzeugt mit der designierten neuen Chefdirigentin Marzena Diakun

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 4/2026 , Seite 61

Koblenz. Es ist an diesem Abend im Februar 2026 nicht das erste Mal, dass Marzena Diakun das Staatsorchester Rheinische Philharmonie vor dessen heimischem Publikum in Koblenz dirigiert. 2019 hatte sie das schon einmal gemacht und einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Damals war die heute 45-Jährige einer der Gäste, mit denen das Orchester die Wartesaison auf Read more about KOBLENZ: Klares Klangwerk[…]

Michael Pitz-Grewenig

OLDENBURG: Ein plakatives Familienlabyrinth

Ein Broadway-Musical über eine psychische Krankheit feiert Premiere

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 4/2026 , Seite 60

Im Zentrum der Geschichte steht Diana Goodman, die als Ehefrau und Mutter eine zentrale Rolle im Familiengefüge einnimmt. Sie leidet aber an einer bipolaren Störung, deren Auswirkungen sich als komplexes Familienproblem erweisen. Der Verlust ihres ersten Kindes, eines Sohnes, der als Baby verstorben ist, prägt sie bis heute und wirkt sich nachhaltig auf ihr Leben Read more about OLDENBURG: Ein plakatives Familienlabyrinth[…]

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