Christian Schütte

HANNOVER: Leidenschaft für Raritäten

Überzeugender Einstand von Stanislav Kochanovsky bei der NDR Radiophilharmonie

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 5/2024 , Seite 61

Stanislav Kochanovsky übernimmt zur kommenden Saison die Position des Chefdirigenten der NDR Radiophilharmonie in Hannover. Noch vor Antritt seines neuen Amtes dirigierte er sein künftiges Orchester in einem Programm, das in mehrfacher Hinsicht eine Visitenkarte seiner Vorlieben und Leidenschaften darstellte. Kochanovskys Einstand im Großen Sendesaal in Hannover bestand aus drei selten zu hörenden Kompositionen. Zwischen Read more about HANNOVER: Leidenschaft für Raritäten[…]

Marco Frei

MÜNCHEN: Starkes Plädoyer für Vielfalt

Amerikanische Werkschau beim Münchner Rundfunkorchester mit dem BR-Chor

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 5/2024 , Seite 60

Der bayerische Ministerpräsident mag markige Worte. Im Januar schlug Markus Söder vor, die Zahl der öffentlich-rechtlichen Rundfunk-Klangkörper in Deutschland zu reduzieren. Schon während der Pandemie hatte er mit überstrengen Maßnahmen gezeigt, dass er von Kunst und Kultur gar nichts hält. Er hätte das aktuelle Konzert der Reihe „Paradisi Gloria“ des Münchner Rundfunkorchesters besuchen sollen. Da Read more about MÜNCHEN: Starkes Plädoyer für Vielfalt[…]

Uwe Kraus

WERNIGERODE: Nischenprodukt zum Hinhören

Philharmonisches Kammerorchester badet im Hornklang

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 5/2024 , Seite 59

Zu „Concerti a quattro“, Konzerten für vier, lädt das Wernigeröder Konzerthaus Liebfrauen ein. Die Ränge des – im vor zwei Jahren aus einer entwidmeten Kirche entstandenen – „Wohnzimmers“ des Philharmonischen Kammerorchesters sind ausverkauft, und Spannung liegt über der wunderbaren Location. Die Stammzuhörer erlebten mit dem vor über sieben Jahrzehnten gegründeten, heute 21-köpfigen Klangkörper über die Read more about WERNIGERODE: Nischenprodukt zum Hinhören[…]

Bernd Aulich

GELSENKIRCHEN: Profilgewinn durch Saitensprünge

Mitreißend: Die Neue Philharmonie Westfalen und das Klezmer-Sextett Kolsimcha

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 5/2024 , Seite 58

Auf vielen Hochzeiten zu tanzen, zählt zur DNA der Neuen Philharmonie Westfalen. Sie tritt nicht nur im Operngraben des Gelsenkirchener Musiktheaters im Revier auf, sondern spielt auch Sinfoniekonzerte in Gelsenkirchen, Recklinghausen, Kamen und manch anderer Stadt in Nordrhein-Westfalen mit gelegentlichen Abstechern bis zur Alten Oper Frankfurt. Der stark verjüngte 114-köpfige Klangkörper geht auch gerne jenseits Read more about GELSENKIRCHEN: Profilgewinn durch Saitensprünge[…]

Volker Müller

SAALFELD: Reizvolles Wechselspiel

Thüringer Symphoniker betreten unter Vahan Mardirossian Neuland

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 5/2024 , Seite 57

Früher wurden Komponisten jeglicher Coleur bis hin zum einfachen Kapellmeister, Kantor oder geschulten Dilettanten regelrecht bedrängt, Neues zu schaffen. Man hatte Angst, die Herrschaft könnte unleidlich werden oder in den Sälen das Publikum ausbleiben. Heute haben es oft selbst etablierte Vertreter des Fachs schwer, ihre Werke irgendwo noch zur Aufführung zu bringen. In Saalfeld und Read more about SAALFELD: Reizvolles Wechselspiel[…]

Christoph Schulte im Walde

SOLINGEN: Verbundene Extreme

Bergische Symphoniker konzertieren mit Andrea Sanguineti und ­Mandolinist Avi Avital

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 5/2024 , Seite 56

Vorbei sind die zwölf Monate, in denen sich ein ausgesprochen intensiver Blick auf die Mandoline als „Instrument des Jahres 2023“ richtete. Aber damit ist noch längst nicht ausgemacht, dass dieses so zarte und irgendwie auch ganz besondere Instrument wieder in der Versenkung verschwindet. Im Gegenteil, denn im 6. Sinfoniekonzert der laufenden Spielzeit der Bergischen Symphoniker Read more about SOLINGEN: Verbundene Extreme[…]

Jens Daniel Schubert

DRESDEN: Farbige Bilder, große Gefühle

Die Dresdner Philharmonie musiziert unter ihrem Ersten Gastdirigenten naturinspirierte Sinfonik

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 5/2024 , Seite 55

Nur mit Pauken und gedämpften Bässen beginnt der dritte Satz: Das bekannte Lied vom Bruder Jakob in Mahlers Sinfonie Nr. 1 kommt in düsterem Moll und arbeitet sich kanonisch durch das Orchester. Mit Inbrunst und Wärme intonieren die Musiker der Dresdner Philharmonie diese Klang gewordene Ambivalenz eines „unter Tränen lächeln können“. Mitte Februar hatte der Read more about DRESDEN: Farbige Bilder, große Gefühle[…]

Lutz Lesle

HAMBURG: Tag- und Nachtreisen der Liebe

Die Symphoniker Hamburg huldigen Hosokawa und Mahler

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 5/2024 , Seite 54

Zum Auftakt des 6. Symphoniekonzerts der Symphoniker Hamburg, „Ekstatische Nachtlieder“ betitelt, pries ihr Intendant Daniel Kühnel die Entscheidung der Juror:innen, die dritte Ausgabe des 2020 gestifteten Sir-Jeffrey-Tate-Preises für hochbegabte Nachwuchstalente dem jungen portugiesischen Akkordeon-Virtuosen João Barradas zuzuerkennen. Sein diesbezüglicher Auftritt mit der Klangreise Exstasis für Akkordeon und Ensemble des japanischen Komponisten Toshio Hosokawa – dem Read more about HAMBURG: Tag- und Nachtreisen der Liebe[…]

Frauke Adrians

BERLIN: Clownerie mit Musik

Das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin verteidigt Bach, Pärt und Satie in einer gekünstelten Performance

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 5/2024 , Seite 53

Eine neu getextete Kantate, Bach in ungewohntem Umfeld: warum nicht. Nach dem Konzert im Haus des Rundfunks allerdings fragt man sich eher: warum? Im achten Programm der Reihe „Mensch, Musik!“, die besondere Konzerte des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin vor allem einem jungen Publikum näherbringen will, kam vor lauter Konzeption die Musik zu kurz – oder anders gesagt: Read more about BERLIN: Clownerie mit Musik[…]

Marco Frei

MÜNCHEN: Persönlicher Blick hinter die Kulissen

500 Jahre Bayerische Staatsoper: Die Kurzporträt-Reihe „Meet the Musicians“ stellt die Musiker:innen vor

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 5/2024 , Seite 52

Als die erste Episode dieser Reihe mit der Hornistin Milena Viotti realisiert wurde, war der immense Erfolg nicht vorhersehbar. Im September 2017 war das, während der großen Fernost-Tournee des Bayerischen Staatsorchesters unter dem damaligen Münchner Staatsopern-GMD Kirill Petrenko. Man erfuhr einiges über das Leben der gebürtigen Schweizerin aus Lausanne, ihren Beruf und ihr geliebtes Instrument. Read more about MÜNCHEN: Persönlicher Blick hinter die Kulissen[…]

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