Roland Dippel

LEIPZIG: Entmystifizierung und Metamorphose

Dennis Russell Davies kombiniert mit dem MDR-Sinfonieorchester Bruckner und Franke

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 9/2024 , Seite 57

Im Gewandhaus zu Leipzig drängen das MDR-Sinfonieorchester und sein Chefdirigent Dennis Russell Davies mit einem Bruckner-Zyk­lus nachdrücklich Richtung Hoheitsgebiet des berühmteren Musikstadt-Klangkörpers, des Gewandhausorchesters. Letzteres hatte unter Andris Nelsons mit etwas Zeitvorsprung einen Bruckner-Zyklus eingespielt, ergänzt mit Wagner-Kompositionen. Trotz der Nähe – auch das Programm des MDR-Sinfonieorchesters bewies in den gespielten Werken indirekt Wagner-Nähe – Read more about LEIPZIG: Entmystifizierung und Metamorphose[…]

Ingo Hoddick

WUPPERTAL: Todesnähe auf D

Das Sinfonieorchester Wuppertal verbindet Bernd Alois Zimmermann mit Anton Bruckner

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 9/2024 , Seite 56

Das neunte Sinfoniekonzert in der Historischen Stadthalle Wuppertal bot ein außergewöhnliches, auf den zweiten Blick aber naheliegendes Programm. Im Mittelpunkt stand die Sinfonie Nr. 9 d-Moll WAB 109 von dem vor 200 Jahren geborenen Anton Bruckner. Sie hat nur drei Sätze, die aber gut eine Stunde dauern. Der Komponist begann die Arbeit daran 1887, vollendete Read more about WUPPERTAL: Todesnähe auf D[…]

Kathrin Feldmann

MÜNCHEN: Mozart meets Ravel

Münchner Gärtnerplatztheater lädt zu spektakulärem Glanzlicht ein

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 9/2024 , Seite 55

Vielleicht lag es an der Atmosphäre des Raums, in dem normalerweise Opern stattfinden, oder am Orchester des Staatstheaters, das dem Graben entsprungen mit einer mitunter beinahe euphorischen Spielfreude aufwartete – in jedem Fall gab es beim 2. Sinfoniekonzert des Gärtnerplatztheaters Musik nicht bloß zu hören und zu genießen, sondern mit allen Sinnen zu erleben und Read more about MÜNCHEN: Mozart meets Ravel[…]

Ute Grundmann

LEIPZIG: Aus dem Dunkel in lichte Höhen

„Nachtgesang“ des MDR-Rundfunkchors in der Leipziger Peterskirche

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 9/2024 , Seite 54

Das Kyrie glänzt hell, das Eleison erblüht dann regelrecht – auch durch den hellen Grundton, der darunter erklingt. Beim ersten Wort unterstützen die Männer des MDR-Rundfunkchors die Frauenstimmen leise, dann preisen auch sie kräftig das Kyrie eleison. So beginnt die Messe für zwei vierstimmige Chöre a cappella von Frank Martin, die am Ende und als Read more about LEIPZIG: Aus dem Dunkel in lichte Höhen[…]

Frauke Adrians

BERLIN: Raus aus der Komfortzone

In der „Roten Messe“ des Rundfunkchors Berlin trifft Rossini auf Schönberg

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 9/2024 , Seite 53

Mit dem Human Requiem hat sich der Rundfunkchor Berlin vor zwölf Jahren einen Dauerbrenner geschaffen. Die neuartige, das Publikum einbeziehende Inszenierung des Brahms-Requiems hat der Chor schon in halb Europa, in Hongkong, Adelaide oder New York aufgeführt. 2022 gingen die Sängerinnen und Sänger mit der ähnlich ambitionierten Inszenierung Time Travellers auf Zeitreise zwischen Alter und Read more about BERLIN: Raus aus der Komfortzone[…]

Ekkehard Ochs

GREIFSWALD: „Freistil“ – das etwas andere Musiktheater

Das Theater Vorpommern versucht sich an ungewohnten Freiheiten

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 9/2024 , Seite 52

„Freistil“ – damit meint man am Theater Vorpommern ein Musiktheaterformat neuen Stils. Es biete – so die Absicht – ungewohnte gestalterische Freiheiten, einen „Raum für Experimente im Rahmen des Machbaren“ und „vollkommene inhaltliche Freiheit, mit der umzugehen ungewohnt ist – selbst im Theater“. Begonnen hat man im Feb­ruar 2024 mit „Freistil I“. Thema: „Der leuchtende Read more about GREIFSWALD: „Freistil“ – das etwas andere Musiktheater[…]

Detlef Bielefeld

KIEL: Kaufmann zwischen Kabarett und Musical

„Buddenbrooks“ – eine Oper mit erwartbaren Modernismen

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 9/2024 , Seite 51

Weltliteratur in Opernformate umzuformen war schon immer ein oft missliches Unterfangen – man denke nur an die verschiedenen Versuche in Sachen Goethes Faust oder Tolstois Krieg und Frieden, die allesamt dem literarischen Vorbild nicht annähernd gerecht werden konnten. In Kiel hat man sich nun Thomas Manns Jahrhundertroman Buddenbrooks musikalisch angenommen und vertraute dem modernistischen Komponisten Read more about KIEL: Kaufmann zwischen Kabarett und Musical[…]

Christoph Schulte im Walde

HAGEN: Desolate Welt

Schostakowitschs Lady „Macbeth“ von Mzensk im Plattenbau

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 9/2024 , Seite 50

Das erste Bild: ein Varieté-Theater irgendwo in einer Stadt in Russland. Oben am Bühnenportal prangt das Porträt von Josef Stalin. Katerina Ismailova, so scheint es angesichts ihrer eleganten Kleidung, ist hier der Star des Hauses. Offenbar gibt es Zoff mit ihrem cholerischen Schwieger­vater Boris, dem Chef des Ganzen. Dessen Sohn Sinowi, Ensemblemitglied des Varietés und Read more about HAGEN: Desolate Welt[…]

Michael Pitz-Grewenig

BREMERHAVEN: Parabel der Vergänglichkeit

Das Stadttheater Bremerhaven überzeugt mit Strauss’ „Rosenkavalier“

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 9/2024 , Seite 49

In einem Brief aus dem Jahr 1910 stöhnte Richard Strauss: „Meine Frau befiehlt: Rosenkavalier. Also Rosenkavalier! der Teufel hol ihn!“ Aber all das war wohl eher eine Koketterie von Strauss. Diese schwermütigen Erinnerungen und Reflexionen über die Vergänglichkeit alles Irdischen wurden zu einem der erfolgreichsten Bühnenwerke. Im Rosenkavalier prallen Eleganz, Behäbigkeit, vornehme und vulgäre Milieus Read more about BREMERHAVEN: Parabel der Vergänglichkeit[…]

Claudia Behn

WEIMAR: Puccini hoch drei

Mit Spielfreude bringt das Deutsche Nationaltheater Weimar Puccinis „Il trittico“ zur Aufführung

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 9/2024 , Seite 48

Drei Puccini-Einakter, unter dem Titel Il trittico – Das Tryptichon zu einem abendfüllenden Programm vereinigt, hatten am 18. Mai im Deutschen Nationaltheater Weimar Premiere. Giacomo Puccinis Opernzyklus erlebte seine Uraufführung am 14. Dezember 1918 in der Metropolitan Opera in New York. Fast vier Stunden Aufführungsdauer fesselten dennoch das zahlreich erschienene Publikum. Begonnen wurde mit Il Read more about WEIMAR: Puccini hoch drei[…]

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