Ruhnke, Ulrich

Beispielhaft

So etwas sollte es in jedem Theater und Orchester geben: die Kindertagesstätte "Spielzeit Stuttgart". Gespräch mit Susanne Wichmann, Hornistin im Staatsorchester Stuttgart

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 06/2011 , Seite 19

Die “Spielzeit Stuttgart” ist eine Kindertagesstätte mit ungewöhn­lich flex­i­blem Betreu­ungsange­bot, das tage- oder auch nur stun­den­weise buch­bar ist. Aufgenom­men wer­den Kinder von null bis etwa zehn Jahren, wobei die Gruppe der Kleinkinder bis drei Jahre den größten Anteil darstellt. Die Öff­nungszeit­en von Mon­tag bis Fre­itag von 7 bis 20 Uhr, auch in den Ferien­zeit­en, gehen weit über das hin­aus, was ins­beson­dere Kinderkrip­pen, aber auch die aller­meis­ten Kindergärten anzu­bi­eten haben. Die lan­gen Öff­nungs- sowie die indi­vidu­ell zu gestal­tenden Betreu­ungszeit­en, machen die “Spielzeit” ins­beson­dere auch für Orch­ester­musik­er und The­at­erangestellte inter­es­sant. Gegrün­det wurde sie 2006 von Mer­cedes Mann als selb­st­ständi­ge Trägerin in Koop­er­a­tion mit den Staat­sthe­atern Stuttgart. Mit dem speziell auf die Bedürfnisse von The­ater­mi­tar­beit­ern zugeschnit­te­nen Ange­bot ist die “Spielzeit Stuttgart” eine ein­ma­lige Ein­rich­tung in Deutsch­land und unbe­d­ingt nachah­mungswürdig.

Scherz-Schade, Sven

Vater in Elternzeit

Ein Beispiel aus Frankfurt am Main

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 06/2011 , Seite 22

Die so genan­nte “Elternzeit” ermöglicht es Müt­tern und Vätern für die Betreu­ung ihres Nach­wuch­ses ins­ge­samt 14 Monate unbezahlte Freis­tel­lung von der Arbeit zu bekom­men. In dieser Zeit zahlt der Staat das einkom­mens­ab­hängige Eltern­geld. Waren es früher vornehm­lich die Müt­ter, die ihren Anspruch auf Elternzeit gel­tend macht­en und sich zu Hause um den Nach­wuchs küm­merten, so machen zunehmend auch die Väter Gebrauch von dem Ange­bot.

Kolbe, Corina

Mit Kindern auf Tournee

Wie das "freie" Mahler Chamber Orchestra Familien entgegenkommt

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 06/2011 , Seite 24

Nicholas, Tamar, Mathilde und Miran­da haben schon viel von der Welt gese­hen. Wie andere Kinder von Musik­ern des Mahler Cham­ber Orches­tras (MCO) sind auch sie oft bei Tourneen dabei. Das frei finanzierte Pro­jek­torch­ester mit rund 40 Mit­gliedern aus 20 ver­schiede­nen Län­dern ist seit sein­er Grün­dung 1997 fast ständig auf Reisen. Die meis­ten Musik­er sind inzwis­chen in einem Alter, in dem der Gedanke an eine eigene Fam­i­lie immer weit­er in den Vorder­grund rückt. Da alle mit Begeis­terung bei der Sache sind und ihre gewach­sene Orch­esterge­mein­schaft erhal­ten wollen, sind bedarf­s­gerechte Regelun­gen gefragt, um Fam­i­lie und Beruf miteinan­der in Ein­klang zu brin­gen. In dieser Hin­sicht kön­nte das erfol­gre­iche MCO-Mod­ell auch öffentlich finanzierten Kul­tur­orch­estern neue Denkanstöße liefern.

Kolbe, Corina

Im Musikkindergarten ist es wie bei uns zu Hause”

Musikereltern über ihre Erfahrungen mit dem Nachwuchs im Kindergartenalter

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 06/2011 , Seite 27

Im Musikkinder­garten in Berlin-Mitte wird es auf ein­mal mucksmäuschen­still. Eine Gruppe von Zwei- bis Fün­fjähri­gen schaut ges­pan­nt zu ein­er kleinen Bühne, auf der zwei Fagot­tistin­nen der Staatskapelle ihre Instru­mente auseinan­dernehmen und wieder zusam­menset­zen. Aufmerk­sam lauschen sie den Tönen, die die Musik­erin­nen her­vor­brin­gen. “Woran denkt ihr bei diesem Klang?”, wird kurz in die Runde gefragt. “An einen Kon­tra­bass”, kommt prompt als Antwort.

Schütze, Karin

Lernen fürs Leben mit Musik

Interaktive Workshops für Kinder mit Migrationshintergrund beim Bruckner Orchester Linz

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 09/2010 , Seite 31

Ein beson­deres Musikpro­jekt fand in Zusam­me­nar­beit mit dem Bruck­n­er Orch­ester Linz an oberöster­re­ichis­chen Volkss­chulen statt: In inter­ak­tiv­en Work­shops der Orch­ester­w­erk­statt “Move.On” wid­me­ten sich Kinder mit Migra­tionsh­in­ter­grund zwis­chen neun und zwölf Jahren einem aus­gewählten The­ma anhand von Tanz, Bewe­gung und Musik. Den Abschluss des Pro­jek­ts bildete ein Auftritt im Linz­er Bruck­n­er­haus.

Dantrimont, Nicole

Baby Mozart und Fisch aus der Dose

Musik-CDs für Kinder

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 09/2007 , Seite 10

Musikver­mit­tlung boomt. Welche medi­alen Ange­bot gibt es? Der Markt an ein­schlägi­gen CDs ist fast unüber­schaubar, auch gibt es etliche Radiosendun­gen, in denen Kindern Musik ver­mit­telt wird. Doch ein reich­es Ange­bot allein reicht nicht aus, die Qual­ität lässt oft­mals zu wün­schen übrig. Kindgerecht auf­bere­it­ete Inter­net­seit­en zur klas­sis­chen Musik sind gar Man­gel­ware. Nicole Dant­ri­mont hat sich umge­se­hen: Im ersten Beitrag geht es um Musik-CDs, im fol­gen­den um Radiosendun­gen und Inter­net­seit­en.

Rudiger, Georg

Die Philharmonie als Veranstalter

Mit der Philharmonie Luxemburg und der Philharmonie Essen bieten nicht mehr nur Orchester, sondern auch Konzerthäuser umfangreiche Education-Programme an

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 04/2006 , Seite 33

Die Krise der Klas­sik ist auch eine Krise der Musikver­mit­tlung. Immer weniger junge Men­schen ler­nen ein Instru­ment, immer weniger besuchen klas­sis­che Konz­erte. Mit speziellen Kinder- und Jugend­pro­gram­men ver­suchen Orch­ester ver­lorenes Ter­rain zurück­zugewin­nen. Mit­tler­weile küm­mern sich auch Konz­erthäuser inten­siv um die Belange der jun­gen Gen­er­a­tion. Die Phil­har­monie Lux­em­burg bietet drei Konz­ertrei­hen speziell für Kinder und Jugendliche an, die Phil­har­monie Essen hat jüngst eine drei­jährige inten­sive Zusam­me­nar­beit mit ein­er Grund­schule ges­tartet. Ein Ein­blick in neue For­men der Musikver­mit­tlung.