Sven Scherz-Schade

Das swingende Klassenzimmer

Jazz@School und Maus im Funkhaus: Die Rundfunk-Klangkörper und deren Sender machen musikalische Bildung

Rubrik: Thema
erschienen in: das Orchester 04/2018 , Seite 06

Alle Bürg­er tra­gen gemein­sam die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rund­funks und garantieren mit diesem Sol­i­dar­mod­ell seine wirtschaftliche Unab­hängigkeit, damit er seinen gesellschaft­spoli­tis­chen und pro­gramm­lichen Auf­trag erfüllen kann. Dazu gehören seit je die Rund­funko­rch­ester, Chöre, aber auch die Big­bands oder Tan­zorch­ester. Doch die Klangkör­p­er liefern mehr als Musik für Sendung und Konz­ert­be­trieb: Sie sind in der musikalis­chen Bil­dung aktiv. Alle ARD-Anstal­ten bieten heute auch Musikver­mit­tlung und Edu­ca­tion.

Ute Grundmann

Vier Komponisten und ein Halleluja

Experimente von Dvorák bis Händel: eine Brücke für junge Menschen

Rubrik: Thema
erschienen in: das Orchester 04/2018 , Seite 10

Mit seinem „Hän­del-Exper­i­ment“ will der Mit­teldeutsche Rund­funk Schüler nicht nur in Mit­teldeutsch­land für klas­sis­che Musik begeis­tern. Zu solch einem Pro­jekt gehören heutzu­tage dig­i­tale Medi­en, YouTube und pfif­fige Ideen unbe­d­ingt dazu.

Ute Grundmann

Wir haben mindestens 30 Mal geprobt!“

Händel analog und digital: Wie Schüler mit Barockmusik experimentieren

Rubrik: Thema
erschienen in: das Orchester 04/2018 , Seite 14

Auch Schüler am Lerchen­berggym­na­si­um im thüringis­chen Altenburg haben beim „Hän­del-Exper­i­ment“ mit­gemacht. Mit Eifer und Mühe haben sie Klänge aus­getüftelt und Melo­di­en à la Barock aus­pro­biert. Die meis­ten hat­ten viel Spaß dabei.

Kolbe, Corina

Mit Kindern auf Tournee

Wie das "freie" Mahler Chamber Orchestra Familien entgegenkommt

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 06/2011 , Seite 24

Nicholas, Tamar, Mathilde und Miran­da haben schon viel von der Welt gese­hen. Wie andere Kinder von Musik­ern des Mahler Cham­ber Orches­tras (MCO) sind auch sie oft bei Tourneen dabei. Das frei finanzierte Pro­jek­torch­ester mit rund 40 Mit­gliedern aus 20 ver­schiede­nen Län­dern ist seit sein­er Grün­dung 1997 fast ständig auf Reisen. Die meis­ten Musik­er sind inzwis­chen in einem Alter, in dem der Gedanke an eine eigene Fam­i­lie immer weit­er in den Vorder­grund rückt. Da alle mit Begeis­terung bei der Sache sind und ihre gewach­sene Orch­esterge­mein­schaft erhal­ten wollen, sind bedarf­s­gerechte Regelun­gen gefragt, um Fam­i­lie und Beruf miteinan­der in Ein­klang zu brin­gen. In dieser Hin­sicht kön­nte das erfol­gre­iche MCO-Mod­ell auch öffentlich finanzierten Kul­tur­orch­estern neue Denkanstöße liefern.

Kolbe, Corina

Im Musikkindergarten ist es wie bei uns zu Hause”

Musikereltern über ihre Erfahrungen mit dem Nachwuchs im Kindergartenalter

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 06/2011 , Seite 27

Im Musikkinder­garten in Berlin-Mitte wird es auf ein­mal mucksmäuschen­still. Eine Gruppe von Zwei- bis Fün­fjähri­gen schaut ges­pan­nt zu ein­er kleinen Bühne, auf der zwei Fagot­tistin­nen der Staatskapelle ihre Instru­mente auseinan­dernehmen und wieder zusam­menset­zen. Aufmerk­sam lauschen sie den Tönen, die die Musik­erin­nen her­vor­brin­gen. “Woran denkt ihr bei diesem Klang?”, wird kurz in die Runde gefragt. “An einen Kon­tra­bass”, kommt prompt als Antwort.

Plass, Christoph

Immer da sein müssen

Alleinerziehend im Orchester

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 06/2011 , Seite 17

Sie sind ledig, dauernd getren­nt lebend oder geschieden, sie sind Vater oder Mut­ter eines Kindes – und sie sind Musik­er: Allein­erziehende Orch­ester­mit­glieder müssen alles ganz alleine stem­men, was schon Ehep­aare vor große Her­aus­forderun­gen stellt. Sie müssen die ungewöhn­lichen Anforderun­gen ihres Berufs in Ein­klang brin­gen mit ein­er vernün­fti­gen Erziehung ihres Kindes oder ihrer Kinder. Dabei fehlt vieles: Zeit, Geld und oft genug auch das Gefühl, unter­stützt zu wer­den. Zwei allein­erziehende Musik­erin­nen, die namentlich nicht genan­nt wer­den wollen, bericht­en aus ihrem Leben.

Plass, Christoph

Familienfreundlich?

Wie vereinbar sind Musikerberuf und Familie?

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 06/2011 , Seite 10

Arbeit­szeit­en, die mit dem nor­malen Leben­srhyth­mus in Deutsch­land oft­mals kol­li­dieren, Dien­st­pläne, die nicht sel­ten nur wenige Tage Vor­lauf lassen, und die Fes­tle­gung des Jahresurlaubs in die Zeit der The­ater­fe­rien – meis­tens deck­ungs­gle­ich mit der teuer­sten Haupt­sai­son der Rei­sev­er­anstal­ter: Der Beruf des Orch­ester­musik­ers passt nur schw­er in einen All­t­ag, der im Wesentlichen noch immer an den Dien­stzeit­en eines Büroangestell­ten aus­gerichtet ist. Beson­ders bekommt das zu spüren, wer als Orch­ester­mit­glied Kinder großzieht. Widrigkeit­en stellen sich einem in dieser Sit­u­a­tion ganz schnell in den Weg. Auch wenn die Vere­in­barkeit von Fam­i­lie und Beruf ein erk­lärtes poli­tis­ches Ziel ist. Erre­icht ist es noch lange nicht.