Ute Grundmann

Eine Ära endet, etwas Neues beginnt

Die Orchester aus Gotha und Eisenach müssen zu einer neuen Thüringen Philharmonie

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 02/2018 , Seite 24

Viele Jahre wurde disku­tiert, nach Alter­na­tiv­en und Geld gesucht, doch let­ztlich blieb als Lösung wohl nur die Fusion der bei­den Klangkör­p­er. Das aber bedeutete auch das Ende der zu DDR-Zeit­en gegrün­de­ten Lan­deskapelle Eise­nach.

Corina Kolbe

Von der Alster an die Spree

Seit Spielzeitbeginn ist die bisherige NDR-Orchesterchefin Andrea Zietzschmann Intendantin der Stiftung Berliner Philharmoniker

Rubrik: Zwischentöne
erschienen in: das Orchester 02/2018 , Seite 37

Gartiser, Peter

Der Preis spielt keine Rolle?

Preispolitik und -gestaltung bei Orchestern und Konzerthäusern

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 05/2011 , Seite 34

Die Gestal­tung der Preise für Kul­turver­anstal­tun­gen fol­gt keinen erkennbaren Regeln: Sind es Kalku­la­tion­sergeb­nisse, nach der Rech­nung “Kosten plus X”? Sind es die Preise, die der Wet­tbe­werb fordert, mal knapp darüber, mal darunter? Sind es die Preise, über die ein Gremi­um, der Träger oder Zuwen­dungs­ge­ber, etwa der Stad­trat, befind­et? Oder sind es die Beträge, die der Kunde bere­it ist zu bezahlen?

Scherz-Schade, Sven

Jubeltöne fürs Private?

Zur Studie der Managementberatung A.T. Kearney "Zukunft von Kultureinrichtungen"

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 04/2011 , Seite 24

Bei der Suche nach ein­er zukun­fts­fähi­gen Kul­tur­fi­nanzierung wer­den nicht sel­ten pri­vatwirtschaftliche Gesellschaftsmod­elle als beson­ders aus­sicht­sre­ich gelobt. Vergessen wird dabei häu­fig, dass die meis­ten pri­vat finanzierten Klassik­anbieter nur deshalb ihren Erfolg ent­fal­ten kon­nten und kön­nen, weil sie bei Pla­nung und Pro­gram­mierung auf ein großes Ange­bot öffentlich finanziert­er Ensem­bles zurück­greifen kön­nen. Pri­vate und öffentliche Kul­tur­fi­nanzierung sind aufeinan­der angewiesen. Die Man­age­ment­ber­ater von A.T. Kear­ney haben eine Studie über die “Zukun­ft von Kul­turein­rich­tun­gen! erstellt. Sie gibt gute Anre­gun­gen fürs Man­age­ment, ver­nach­läs­sigt aber, dass das Bemühen um staatliche Kul­tur­fi­nanzierung – zumal in Län­dern ohne die aus­geprägte Tra­di­tion der pri­vat­en Kul­tur­fi­nanzierung – Vor­rang haben muss.

Großkreutz, Verena

Wir sitzen alle im selben Boot”

In der Freiburger Kultur setzt man auf Kommunikation, Vernetzung und Bürgerbeteiligung

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 04/2011 , Seite 27

Nach schwieri­gen Jahren geht es mit der Kul­turszene in Freiburg wieder aufwärts. Die Bewer­bung zur Kul­turhaupt­stadt 2020 läuft, das Ensem­ble­haus, die kün­ftige gemein­same Heim­statt des Freiburg­er Barock­o­rch­esters und des Ensem­bles Recherche, wird gebaut und eine Zielvere­in­barung mit der Stadt garantiert dem The­ater Freiburg seit 2009 ein festes Bud­get und Pla­nungssicher­heit bis 2013. Darüber hin­aus sorgt die Excel­lence-Ini­tia­tive des Fördervere­ins “The­ater­Fre­unde Freiburg” für finanzielle Unter­stützung: Auf jeden gespende­ten Euro legt die Stadt einen hal­ben Euro drauf. Ein Porträt von Ver­e­na Großkreutz.

Mertens, Gerald

Konsolidierung

Warum wir endlich eine Debatte über die Zukunft der Theater- und Orchesterfinanzierung brauchen

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 04/2011 , Seite 12

In den ver­gan­genen 20 Jahren ist die Zahl der öffentlich geförderten Kul­tur­orch­ester in Deutsch­land kon­tinuier­lich zurück­ge­gan­gen. Entwed­er wur­den Zuwen­dun­gen für die Orch­ester über län­gere Zeit nicht erhöht, umverteilt oder im schlimm­sten Fall kom­plett gestrichen. Orch­ester wur­den fusion­iert, aufgelöst, wegges­part. 2019 läuft der Sol­i­darpakt II in den neuen Bun­deslän­dern aus, 2020 greift in allen Län­dern die Schulden­bremse. Wann endlich begin­nt für die Kul­tur, für die The­ater und Orch­ester die ern­sthafte öffentliche Debat­te über das Ende des Eins­parens, das Ende des weit­eren Kürzens und über den Beginn und die Per­spek­tiv­en ein­er echt­en Kon­so­li­dierung? Wie kön­nten neue Mod­elle ausse­hen?

Scherz-Schade, Sven

Bundesweitblick auf Kultur

Kulturfinanzierung auf allen Ebenen

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 04/2011 , Seite 15

Ohne staatlich­es Engage­ment ist die The­ater- und Orch­ester­land­schaft in der Bun­desre­pub­lik Deutsch­land nicht denkbar. Der Staat bezuschusst Kul­turein­rich­tun­gen und Fes­ti­vals, stellt Gebäude und Räume zur Ver­fü­gung, stiftet Preise und mehr. Doch viele Träger kul­tur­poli­tis­ch­er Ver­ant­wor­tung – vor allem Län­der und Kom­munen – kla­gen, dass sie ihren öffentlichen Kul­tur­auf­trag nicht mehr aus­re­ichend erfüllen kön­nen, da ihnen die Finanzmit­tel weg­brechen oder wegge­brochen sind. Um die staatliche Kul­tur­fi­nanzierung den­noch weit­erzuführen, sam­melt die Kul­tur­poli­tik Ideen – und zwar bun­desweit.

Scherz-Schade, Sven

Es bleibt stabil

Öffentliche Kulturfinanzierung im Land Niedersachsen

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 04/2011 , Seite 18

Klas­sik genießt im Bun­des­land Nieder­sach­sen eine hohe Wertschätzung. Das zeigt sich nicht zulet­zt in der Selb­stver­ständlichkeit der Kul­tur­fi­nanzierung. Detlef Lehm­bruck leit­et im Min­is­teri­um für Wis­senschaft und Kul­tur das Refer­at für Musik und The­ater. Er ist Jurist, studierte aber zudem Musik­wis­senschaft an der Freien Uni­ver­sität Berlin und in Tübin­gen.

Scherz-Schade, Sven

Ausweg Doppik?

Kommunen und ihre Kulturfinanzierung

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 04/2011 , Seite 21

Die Städte und Gemein­den gel­ten als die Haupt­sor­genkinder der Zukun­ft öffentlich­er Kul­tur­fi­nanzierung. Wobei die Sit­u­a­tio­nen der Kom­munen unter­schiedlich sind. Je nach Bun­des­land tra­gen die Kom­munen teil­weise über 80 Prozent, ander­norts um die 40 Prozent der Kul­tur­fi­nanzierung ins­ge­samt. Repub­lik­weit sind sie der Haupt­fi­nancier des Kul­turbere­ichs. Doch viele Kom­munen müssen sich zunehmend ver­schulden. Sie wer­den immer stärk­er mit Sozialaus­gaben belastet. Das gilt vor allem für Städte, die von hoher Arbeit­slosigkeit betrof­fen sind. Bei nicht aus­geglich­enen Haushal­ten müssen sie vor­rangig im „nicht pflichti­gen Bere­ich“ wie Sport, Freizeit und Kul­tur kürzen, obwohl die Beiträge, die hier einzus­paren sind, zu Haushaltssta­bil­isierun­gen oder -sanierun­gen ins­ge­samt nur wenig beitra­gen kön­nen. Zum Beispiel Dort­mund…

Frucht, Stephan

Qualität

ist der beste Lobbyist

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 06/2010 , Seite 10

Die Schaf­fung geeigneter Rah­menbe­din­gun­gen für eine lebendi­ge kul­turelle Infra­struk­tur ist in Deutsch­land zunächst eine öffentliche Auf­gabe. Nicht zulet­zt die derzeit­ige Wirtschaft­skrise macht jedoch deut­lich, dass der Staat heute immer weniger in der Lage ist, auf die gesteigerten Anforderun­gen (post-) mod­ern­er Infor­ma­tion­s­ge­sellschaften mit der notwendi­gen Flex­i­bil­ität und Finanzkraft zu reagieren. Im Kul­turbere­ich gilt dies vor allem für die Län­der und Gemein­den, die im Gegen­satz zum Bund ihre Aus­gaben für Kul­tur in den ver­gan­genen Jahren teil­weise über­pro­por­tion­al gesenkt haben und vor weit­eren Sparzwän­gen ste­hen. In diesem verän­derten gesellschaftlichen Umfeld wer­den nicht nur die Erwartun­gen an Wirtschaft und Poli­tik immer größer, son­dern auch jene an unsere öffentlichen Ein­rich­tun­gen, so auch an unsere Kul­turin­sti­tu­tio­nen. Der ständig wach­sende Druck, eine Kosten-Nutzen-Rech­nung rein nach kog­ni­tiv­en Gesicht­spunk­ten aufzu­machen, wird so auch an die The­ater, Orch­ester und Opern­häuser weit­ergegeben. Diese fühlen sich mehr denn je in der zweifel­haften Pflicht, sich nun auch mit unkün­st­lerischen Mit­teln “verkaufen” zu müssen, um nicht eines Tages Sparzwän­gen zum Opfer zu fall­en. Verkaufen per se ist nichts Schlimmes, aber ohne eine hohe kün­st­lerische Qual­ität der Beteiligten kön­nen auch noch so aus­ge­feilte Mar­ket­ing- und Fundrais­ing-Ideen wenig aus­richt­en. Poli­tik­er und Spon­soren soll­ten diesen Grund­satz ver­ste­hen; die Kün­stler und Kul­turschaf­fende soll­ten danach leben.