Bernd Aulich

GELSENKIRCHEN: Profilgewinn durch Saitensprünge

Mitreißend: Die Neue Philharmonie Westfalen und das Klezmer-Sextett Kolsimcha

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 5/2024 , Seite 58

Auf vielen Hochzeiten zu tanzen, zählt zur DNA der Neuen Philharmonie Westfalen. Sie tritt nicht nur im Operngraben des Gelsenkirchener Musiktheaters im Revier auf, sondern spielt auch Sinfoniekonzerte in Gelsenkirchen, Recklinghausen, Kamen und manch anderer Stadt in Nordrhein-Westfalen mit gelegentlichen Abstechern bis zur Alten Oper Frankfurt. Der stark verjüngte 114-köpfige Klangkörper geht auch gerne jenseits Read more about GELSENKIRCHEN: Profilgewinn durch Saitensprünge[…]

Volker Müller

SAALFELD: Reizvolles Wechselspiel

Thüringer Symphoniker betreten unter Vahan Mardirossian Neuland

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 5/2024 , Seite 57

Früher wurden Komponisten jeglicher Coleur bis hin zum einfachen Kapellmeister, Kantor oder geschulten Dilettanten regelrecht bedrängt, Neues zu schaffen. Man hatte Angst, die Herrschaft könnte unleidlich werden oder in den Sälen das Publikum ausbleiben. Heute haben es oft selbst etablierte Vertreter des Fachs schwer, ihre Werke irgendwo noch zur Aufführung zu bringen. In Saalfeld und Read more about SAALFELD: Reizvolles Wechselspiel[…]

Christoph Schulte im Walde

SOLINGEN: Verbundene Extreme

Bergische Symphoniker konzertieren mit Andrea Sanguineti und ­Mandolinist Avi Avital

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 5/2024 , Seite 56

Vorbei sind die zwölf Monate, in denen sich ein ausgesprochen intensiver Blick auf die Mandoline als „Instrument des Jahres 2023“ richtete. Aber damit ist noch längst nicht ausgemacht, dass dieses so zarte und irgendwie auch ganz besondere Instrument wieder in der Versenkung verschwindet. Im Gegenteil, denn im 6. Sinfoniekonzert der laufenden Spielzeit der Bergischen Symphoniker Read more about SOLINGEN: Verbundene Extreme[…]

Jens Daniel Schubert

DRESDEN: Farbige Bilder, große Gefühle

Die Dresdner Philharmonie musiziert unter ihrem Ersten Gastdirigenten naturinspirierte Sinfonik

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 5/2024 , Seite 55

Nur mit Pauken und gedämpften Bässen beginnt der dritte Satz: Das bekannte Lied vom Bruder Jakob in Mahlers Sinfonie Nr. 1 kommt in düsterem Moll und arbeitet sich kanonisch durch das Orchester. Mit Inbrunst und Wärme intonieren die Musiker der Dresdner Philharmonie diese Klang gewordene Ambivalenz eines „unter Tränen lächeln können“. Mitte Februar hatte der Read more about DRESDEN: Farbige Bilder, große Gefühle[…]

Lutz Lesle

HAMBURG: Tag- und Nachtreisen der Liebe

Die Symphoniker Hamburg huldigen Hosokawa und Mahler

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 5/2024 , Seite 54

Zum Auftakt des 6. Symphoniekonzerts der Symphoniker Hamburg, „Ekstatische Nachtlieder“ betitelt, pries ihr Intendant Daniel Kühnel die Entscheidung der Juror:innen, die dritte Ausgabe des 2020 gestifteten Sir-Jeffrey-Tate-Preises für hochbegabte Nachwuchstalente dem jungen portugiesischen Akkordeon-Virtuosen João Barradas zuzuerkennen. Sein diesbezüglicher Auftritt mit der Klangreise Exstasis für Akkordeon und Ensemble des japanischen Komponisten Toshio Hosokawa – dem Read more about HAMBURG: Tag- und Nachtreisen der Liebe[…]

Frauke Adrians

BERLIN: Clownerie mit Musik

Das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin verteidigt Bach, Pärt und Satie in einer gekünstelten Performance

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 5/2024 , Seite 53

Eine neu getextete Kantate, Bach in ungewohntem Umfeld: warum nicht. Nach dem Konzert im Haus des Rundfunks allerdings fragt man sich eher: warum? Im achten Programm der Reihe „Mensch, Musik!“, die besondere Konzerte des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin vor allem einem jungen Publikum näherbringen will, kam vor lauter Konzeption die Musik zu kurz – oder anders gesagt: Read more about BERLIN: Clownerie mit Musik[…]

Marco Frei

MÜNCHEN: Persönlicher Blick hinter die Kulissen

500 Jahre Bayerische Staatsoper: Die Kurzporträt-Reihe „Meet the Musicians“ stellt die Musiker:innen vor

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 5/2024 , Seite 52

Als die erste Episode dieser Reihe mit der Hornistin Milena Viotti realisiert wurde, war der immense Erfolg nicht vorhersehbar. Im September 2017 war das, während der großen Fernost-Tournee des Bayerischen Staatsorchesters unter dem damaligen Münchner Staatsopern-GMD Kirill Petrenko. Man erfuhr einiges über das Leben der gebürtigen Schweizerin aus Lausanne, ihren Beruf und ihr geliebtes Instrument. Read more about MÜNCHEN: Persönlicher Blick hinter die Kulissen[…]

Roland Dippel

MEININGEN: Filigrane Musik und familiäre Desaster

Ibsen-Oper „Gespenster" von Torstein Aagaard-Nilsen: Uraufführung am Meininger Staatstheater

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 5/2024 , Seite 51

Die erste Oper Torstein Aagaard-Nilsens gelangte am 23. Februar im Meininger Theater nach vier Jahren Verzögerung endlich zur Uraufführung. Erst die Pandemie, dann die Entdeckung des vollständigen Iwan IV von Georges Bizet schoben die trügerisch filigrane Literaturoper mit ­radikalisierter Psycho-Story ins Jahr 2024. GMD a. D. Philippe Bach dirigierte souverän, Intendant a. D. Ansgar Haag Read more about MEININGEN: Filigrane Musik und familiäre Desaster[…]

Oliver Schwambach

SAARBRÜCKEN: Ruhig gespritzt

„Die Walküre" am Saarländischen Staatstheater überzeugt vor allem musikalisch

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 5/2024 , Seite 50

„Musikalisch hui, Regie pfui“, empört sich die Parkettnachbarin, kaum dass der Schlussapplaus lostost. Offenbar ist die Saarbrücker Walküre gar nicht nach ihrer Façon. Resolut dirigiert sie ihren Gatten Richtung Ausgang; dabei hätte der gerne noch geklatscht. Aber auch in der besten Ehe müssen Frau und Mann ja nicht immer einer Meinung sein. Was offenbar einige Read more about SAARBRÜCKEN: Ruhig gespritzt[…]

Andreas Hauff

TRIER: Amerikanisches Cowboy Drama im Stil der Schönberg-Schule

Charles Wuorinens Oper „Brokeback Mountain" am TheaterTrier

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 5/2024 , Seite 49

Charles Wuorinens Oper Brokeback Mountain, 2014 in Madrid uraufgeführt, ist inspiriert durch den gleichnamigen Film von 2005. Dieser ging zurück auf eine Kurzgeschichte der kanadisch-US-amerikanischen Schriftstellerin Annie Proulx. Wuorinen gelang es, Proulx als Librettistin für eine eigenständige Opernfassung zu gewinnen. Erzählt wird auch hier der Verlauf einer homo­sexuellen Liebesbeziehung zwischen den beiden Cowboys Ennis del Read more about TRIER: Amerikanisches Cowboy Drama im Stil der Schönberg-Schule[…]

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