Pegelhoff, Ralf

Und in dem “Wie”, da liegt der ganze Unterschied

Was macht eine Führungskraft zu einer guten Führungskraft?

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 04/2008 , Seite 20

Jed­er Musik­er ken­nt das beson­dere Erleb­nis eines gelun­genen Konz­erts: Der Diri­gent hat eine klare Vision von der Architek­tur der Kom­po­si­tion. In den Proben besticht er durch klare Zeichenge­bung und ein­deutige Ansagen und ver­mit­telt so den Musik­ern seine Vorstel­lun­gen, schnörkel­los und unei­t­el. Er bün­delt die vielfälti­gen Ressourcen eines Orch­esters zu gemein­samen Klän­gen und treibt während des Konz­erts durch seine inspiri­erende Inter­pre­ta­tion die einzel­nen Musik­er zu Höch­stleis­tung an, die das Pub­likum schließlich zu Begeis­terungsstür­men hin­reißt. So ein­fach ist das, kann das sein. Doch wie kann es gelin­gen?

Vongries, Caroline

Spitzenleistung unter Extrembedingungen

Wie bleibt man dennoch gesund? Niedersachsen ermöglicht Profimusikern entsprechende Weiterbildungsmaßnamen

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 04/2008 , Seite 23

Auftrittsangst? Burn-Out? Oder ein­fach “nur” der tägliche Wahnsinn? Nieder­sach­sen eröffnet Orch­ester­musik­ern im ganzen Land eine Möglichkeit, wie sie Spitzenkräften im Sport oder in der Wirtschaft seit Jahrzehn­ten ganz selb­stver­ständlich offen ste­ht: Die Musik­er kön­nen Kurse oder sog­ar eine indi­vidu­elle Betreu­ung in Anspruch nehmen, um zu erler­nen, wie man unter den Extrem­be­din­gun­gen, die ihr Beruf mit sich bringt, dauer­haft Höch­stleis­tung erbrin­gen kann. Und vor allem: wie man dabei gesund bleibt. Wie sehen die Musik­er das Exper­i­ment, was erwartet die Arbeit­ge­ber­seite?

Bohne, Michael

Viele Orchester bleiben unter ihren Möglichkeiten

Störendes Lampenfieber, Auftrittsstress und ein entwertender Kommunikationsstil sind Zeichen für ein geringes Selbstwertgefühl von einzelnen Musikern und ganzen Orchestern

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 04/2008 , Seite 25

Orch­ester kön­nen emo­tionale Höch­stleis­tun­gen und musikalis­che Bestleis­tung nur dann brin­gen, wenn jed­er einzelne Musik­er die Fähigkeit besitzt, mit emo­tionalen Belas­tungsspitzen und Angrif­f­en auf sein Selb­st­wert­ge­fühl kreativ und selb­st­wertschätzend umzuge­hen. So lange Musik­er und ganze Orch­ester sich jedoch selb­st entwerten, den Glauben an sich ver­loren haben und einen entwer­tenden Kom­mu­nika­tion­sstil pfle­gen, wer­den sie nicht in der Lage sein, ihre men­schlichen und kün­st­lerischen Poten­ziale voll zu ent­fal­ten. Dies kann zu ein­er kün­st­lerischen und seel­is­chen Ver­wahrlosung der Orch­ester und zu inneren Kündi­gun­gen der Musik­er führen, was wiederum die Attrak­tiv­ität des Orch­esters auch für die Zuhör­er und Konz­ertbe­such­er schmälert.

Ruhnke, Ulrich

Hilfe zur Selbsthilfe

Mediation als wirkungsvolle Abhilfe bei Orchesterkonflikten

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 04/2008 , Seite 27

Man kön­nte doch ein­fach nur wun­der­bare Musik zusam­men machen… wären da nicht diese ständi­gen unnöti­gen Quere­len!” – denken sich vielle­icht viele Musik­erkol­le­gen. Medi­a­tion bietet die Chance, störende orch­es­ter­in­terne Fak­toren wirk­sam zu beseit­i­gen und den Weg frei zu machen für ein von Spiel­freude getra­genes Musizieren. Ulrich Ruhnke im Gespräch mit der Medi­a­torin Ange­li­ka Kutz.