Scherz-Schade, Sven

Verbünde als Verbündete

Netzwerke auch für Kultur: Regionalverbünde und -verbände

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 09/2014 , Seite 12

Gemein­sam unter­stützt es sich bess­er. Nach diesem Mot­to sind Region­alver­bünde mal größere, mal kleinere Zusam­men­schlüsse von Städten und Kom­munen, Land­kreisen und anderen Gebi­et­skör­per­schaften, Stiftun­gen oder Kul­turin­sti­tu­tio­nen. Manche Region­alver­bünde schauen auf eine lange Tra­di­tion zurück, weil sie his­torisch-poli­tisch gewach­sen sind. Andere Ver­bünde sind erst vor ein, zwei Jahrzehn­ten gegrün­det wor­den, nicht zulet­zt um die Kul­tur­ange­bote ein­er bes­timmten Region bess­er zu ver­mark­ten. In der Regel fördern diese “Kul­tur­Re­gio­nen” in die Fläche, jen­seits der Städte. Eine großar­tige Sache. Doch viele solche Region­alver­bünde gibt es nicht. Und die Klas­sik spielt bei ihnen nicht die erste Geige.

Schulte im Walde, Christoph

In die Fläche und über Grenzen

Zwei Regionalverbünde mit unterschiedlichen Aufgaben

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 09/2014 , Seite 16

Die Neue Phil­har­monie West­falen, die Nord­west­deutsche Phil­har­monie und die Phil­har­monie Süd­west­falen haben eines gemein­sam: Sie sind nor­drhein-west­fälis­che Lan­des­or­ch­ester und haben den dezi­dierten Auf­trag, Musik nicht nur am je eige­nen Stan­dort zu machen, son­dern sie in die Fläche hineinzu­tra­gen. Dies ist nicht zulet­zt das große Inter­esse auch des Land­schaftsver­bands West­falen-Lippe (LWL), der die Arbeit der drei Orch­ester finanziell unter­stützt.
Beim Kul­tur­büro der Metropol­re­gion Rhein-Neckar wiederum ste­ht die Ver­net­zungsar­beit ganz oben auf der Agen­da. Erst vor drei Jahren gegrün­det, hat es die Region in Sachen Kul­tur­ar­beit schon mächtig nach vorn gebracht.

Identität und Tourismus stärken

Sven Scherz-Schade im Gespräch mit Magdalen Hayes, Geschäftsführerin der KulturRegion Stuttgart

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 09/2014 , Seite 20

Am Anfang stand eine Olympia-Bewer­bung. Stuttgart und seine Region wollte das Sport-Großereig­nis nach Deutsch­land holen. Das ist lange her. Um bei der Bewer­bung seine Attrak­tiv­ität bess­er her­auszustellen, hat­te man sich auch “interkom­mu­nal” zusam­mengeschlossen. Der Olympia-Kelch ging leer vorüber, denn Stuttgart gab seine Bewer­bung zugun­sten von Berlin auf. Man wollte jedoch die koop­er­a­tiv­en Erfahrun­gen in die Zukun­ft ret­ten. Dies war im Jan­u­ar 1991 die glück­liche Geburtsstunde der Kul­tur­Re­gion Stuttgart. Ins­ge­samt 40 Kom­munen, drei Vere­ine und der Ver­band Region Stuttgart gehören heute dazu. Geschäfts­führerin ist seit 2013 Mag­dalen Hayes. Die gebür­tige Stuttgar­terin wuchs in Frank­furt am Main auf. Mag­dalen Hayes hat klas­sis­ches Bal­lett und zeit­genös­sis­chen Tanz in Berlin, Lon­don und New York studiert.

Schulte im Walde, Christoph

Katalysator für Entwicklungsprozesse

Mannheim will den Unesco-Titel "City of Music"

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 09/2014 , Seite 24

Was Kun­st und Kul­tur ange­ht, kann Mannheim mit so manchem Pfund wuch­ern, vor allem natür­lich mit sein­er lan­gen The­ater­tra­di­tion und dem, was dort seit Mitte des 18. Jahrhun­derts in Sachen Orch­ester­mu­sizieren Musikgeschichte geschrieben hat: die “Mannheimer Schule”. Dass die Ver­ant­wortlichen in der Stadt bis heute immer am musikalis­chen Puls der Zeit waren und sind, belegt die Grün­dung der Popakademie Baden-Würt­tem­berg, der bun­desweit einzi­gen staatlichen Hochschule für Pop­ulär­musik und Musik­busi­ness, an der seit 2003 Bach­e­lor- und Mas­ter­stu­di­engänge absolviert wer­den kön­nen. Die Musik­szene vor Ort und in der gesamten Region Rhein-Neckar ist aber noch weit vielfältiger. Gute Gründe also dafür, dass Mannheim sich bewirbt um den Titel UNESCO City of Music.

Schubert, Isabel / Gerlinde Bendzuck

Ungenutzte Synergieeffekte

Musikvermittler und Konzertpädagogen: Gut vernetzte Szene oder Einzelkämpfertum?

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 10/2005 , Seite 08

Das NETZWERK ORCHESTER & SCHULEN – eine gemein­same Ini­tia­tive der Deutschen Orch­ester­vere­ini­gung (DOV) mit dem Ver­band Deutsch­er Schul­musik­er (VDS) und dem Arbeit­skreis für Schul­musik (AfS) – leis­tet einen wesentlichen Beitrag zur besseren Koop­er­a­tion von Orch­estern und Schulen. Die Ini­tia­tive “tut­ti pro” der DOV und der Jeuness­es Musi­cales Deutsch­land (JMD) ver­fol­gt die gle­ichen Ziele bei der Zusam­me­nar­beit von Profi- und Jugen­dorch­estern. Wie aber ste­ht es mit der Ver­net­zung der Ver­ant­wortlichen für die Kinder- und Jugen­dar­beit untere­inan­der? Wie inten­siv tauschen sich (haup­tamtliche) Konz­ert­päd­a­gogen, Dra­matur­gen, Mitar­beit­er von PR/­Mar­ket­ing-Abteilun­gen oder Musik­er aus, die mit viel per­sön­lichem Engage­ment für ihr Orch­ester, Musik­the­ater oder Kam­mer­musikensem­ble Edu­ca­tion­pro­jek­te auf die Beine stellen?