Scherz-Schade, Sven

Die Besten hinter dem Röstigraben

Klassik in der französischsprachigen Schweiz

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 02/2010 , Seite 17

Fährt man mit der Bahn von Bern kom­mend nach Lau­sanne, muss man nach dem großen Tun­nel den Blick in Fahrtrich­tung links hal­ten: Die Wein­berg-Ter­rassen von Lavaux geben ein malerisches Panora­ma! Wein­reben, der Gen­fer See (der bitteschön Lac Léman heißt!) und dahin­ter schneebe­deck­te Alpen. So über­wälti­gend wie liebreizend die Land­schaft hier ist, so beein­druck­end sind die bei­den wichtig­sten Orch­ester der Region. Das Orchestre de la Suisse Romande (OSR) spielt auf höch­stem Niveau – ein Hör­genuss. Und das Orchestre de Cham­bre de Lau­sanne (OCL) liefert Kam­mer­musik vom Feinsten.

Frei, Marco

Alpenglühen

Ausbau des Festivaltourismus in der Schweiz – Fallbeispiele aus Luzern, Gstaad und Verbier

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 02/2010 , Seite 20

Dass die Schweiz zu den Top-Touris­muszie­len gehört und zudem über eine reiche Fes­ti­val­land­schaft ver­fügt, ist eigentlich bekan­nt. Den­noch wur­den bis­lang Poten­ziale nicht aus­geschöpft, um aus­ländis­che Besuch­er ver­stärkt anzu­lock­en. Deswe­gen haben das Lucerne Fes­ti­val, das Menuhin Fes­ti­val Gstaad sowie das Ver­bier Fes­ti­val neue Ini­tia­tiv­en gestartet.

Frei, Marco

Am Scheideweg

Wie das Kammerorchester und das Sinfonieorchester Basel die lokale Kulturpolitik erleben

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 02/2010 , Seite 22

Natür­lich ver­rat­en schon die Namen, dass das Kam­merorch­ester (KOB) und das Sin­fonieorch­ester Basel (SOB) unter­schiedlich aus­gerichtet und aufgestellt sind. Während das KOB pro­jek­tweise mit freien Musik­ern arbeit­et, ist das SOB ein festes Ensem­ble. Nicht zulet­zt erhält das KOB weitaus weniger Sub­ven­tio­nen als das SOB. Was bei­de Klangkör­p­er indes eint, ist der sor­gen­volle Blick in die Zukunft.

Morgenstern, Martin

30 Jahre, jung und wild

Die sinfonietta basel behauptet sich im Konzertleben mit einem klugen Mix aus zeitgenössischen und populären Werken

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 02/2010 , Seite 24

1980 gegrün­det, hat sich die basel sin­foni­et­ta bis heute ein biss­chen Grün­schnä­be­ligkeit im allerbesten Sinne erhal­ten. Das Orch­ester funk­tion­iert in Selb­stver­wal­tung, bietet den Musik­ern Mit­sprachemöglichkeit­en in kün­st­lerischen wie organ­isatorischen Fra­gen und pflegt eine lebendi­ge Kul­tur des pro­duk­tiv­en Miteinan­ders, die von Gast­diri­gen­ten immer wieder lobend erwäh­nt wird: Kon­struk­tiv­ität und ein Tröpfchen Anar­chie! So bringt die sin­foni­et­ta ihrem Pub­likum unbekan­nte, exper­i­mentelle Werke näher und reichert ihre Sin­foniekonz­erte mit gren­züber­schre­i­t­en­den Pro­duk­tio­nen an, die Brück­en zum Jazz, zum Tanz oder Mul­ti­me­dia-Per­for­mances schla­gen. Ein Porträt von Mar­tin Morgenstern.

Scherz-Schade, Sven

Finanzkräftige Kulturlandschaft?

Wie sich Klassik-Sponsoren im Alpenland engagieren

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 02/2010 , Seite 26

Die Wirtschaft der Schweiz ist eine der sta­bil­sten Volk­swirtschaften weltweit. Als Han­dels- und Finanz­platz hat das Land eine große Tra­di­tion im Bere­ich Spon­sor­ing, wovon seit jeher auch die Orch­ester, Opern- und Konz­erthäuser prof­i­tieren. Doch auch die Schweiz­er Fir­men und Konz­erne bleiben nicht von der aktuellen ökonomis­chen Krise ver­schont. Das hat auch für das Kul­tur­spon­sor­ing Konsequenzen.

Berner, Irmgard

Musikkollegiaten

Das Musikkollegium Winterthur

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 02/2010 , Seite 28

Die Schweiz war nie ein Land der Fürsten­höfe und Kirchen­herrsch­er. Es ging immer bürg­er­lich-demokratisch und pri­vatwirtschaftlich engagiert zu bei den Eidgenossen. Gle­ich­wohl fehlte es nicht an gut organ­isiert­er Musikprax­is. Eine der ältesten Musikini­tia­tiv­en der Schweiz ist das Musikkol­legium Winterthur.

Schoos, Thomas

Klingende Kassen

Das Musikfestival als Unternehmen

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 07-08/2009 , Seite 21

Von Schleswig-Hol­stein bis nach Luzern, von der Mosel bis nach München: Der Som­mer ist mit seinen zahllosen Fes­ti­vals nicht nur für viele Musik­er und Musik­lieb­haber eine ganz beson­dere Zeit. Auch für die mit­tel- und unmit­tel­bar am Fes­ti­val beteiligten Unternehmen wie Hotels und Restau­rants, Indus­trie und Einzel­han­del sind die Fest­spiel­wochen ganz beson­dere Wochen, in denen nicht sel­ten Umsatzreko­rde verze­ich­net wer­den. Auch die öffentliche Hand freut sich, näm­lich über höhere Steuereinnahmen.

Korthase, Karolin

Die Kunst des Hörens

Musikvermittlung wird inzwischen auch auf Festivals großgeschrieben

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 07-08/2009 , Seite 24

So vielfältig wie die Musik selb­st ist auch ihre Ver­mit­tlung. Stetig wer­den neue Bil­dungskonzepte entwick­elt und ver­mehrt auch von den Fes­ti­vals wahrgenom­men. Aber die Qual­ität­sun­ter­schiede sind groß – nicht jedes Konzept ver­mag es, dem Pub­likum neue Zugänge zur Musik zu ver­schaf­fen. Richtig (Zu-)Hören lernt nur, wer sich traut auch selb­st aktiv zu werden.

Waitz, Linda

Familienfest

Musikliebhaber über ihre Leidenschaft für Festivals

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 07-08/2009 , Seite 27

Fes­ti­vals leben von Musik, Atmo­sphäre, dem Ort, und natür­lich wäre alles nichts, wenn es das Pub­likum nicht gäbe. Was ist den Besuch­ern von Fes­ti­vals am wichtig­sten? Was ist das Beson­dere für sie in der Zeit des Som­mers, wenn alle anderen am Strand liegen?

Richter, Andreas

Sommerfrische?

Festspielzeit für Musiker und Publikum

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 07-08/2009 , Seite 10

Für die einen Urlaub, für die anderen Dienst, nicht sel­ten Dienst im Urlaub: Was macht Fest­spiele so attrak­tiv, beim Pub­likum nicht weniger als bei den Musik­ern, die oft­mals bere­it sind, für eine Mitwirkung ihre freie Zeit zu opfern? Und was suchen die Zuhör­er bei diesen beson­deren Ver­anstal­tun­gen, was sie im nor­malen Abokonz­ert zu Hause vielle­icht nicht geboten bekom­men? Ein Streifzug durch das Phänomen Fes­ti­val, von sein­er beson­deren Atmo­sphäre bis hin zu nüchter­nen Bilanzen.