Scherz-Schade, Sven

Lern von Luzern

Das LSO vom Vierwaldstättersee

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 02/2010 , Seite 14

Sie sind die Aufsteiger aus der Zentralschweiz. Das Luzerner Sinfonieorchester (LSO) hat in der ersten Dekade dieses Jahrhunderts einen enormen Aufschwung erlebt. Das bestätigen alle: Das Publikum ist fasziniert vom exzellenten Klang. Die Musiker freuen sich über ihre verbesserte Orchesterqualität. Private Finanziers und die Politik stärken dem erfolgreichen, engagierten Management den Rücken. Luzern zeigt, wie stark ein Orchester von der kulturellen Infrastruktur der Stadt und Region geprägt wird. Seit Eröffnung des Kultur- und Kongresszentrums Luzern (KKL) 1998 wurde das LSO immer besser.

Scherz-Schade, Sven

Die Besten hinter dem Röstigraben

Klassik in der französischsprachigen Schweiz

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 02/2010 , Seite 17

Fährt man mit der Bahn von Bern kommend nach Lausanne, muss man nach dem großen Tunnel den Blick in Fahrtrichtung links halten: Die Weinberg-Terrassen von Lavaux geben ein malerisches Panorama! Weinreben, der Genfer See (der bitteschön Lac Léman heißt!) und dahinter schneebedeckte Alpen. So überwältigend wie liebreizend die Landschaft hier ist, so beeindruckend sind die beiden wichtigsten Orchester der Region. Das Orchestre de la Suisse Romande (OSR) spielt auf höchstem Niveau – ein Hörgenuss. Und das Orchestre de Chambre de Lausanne (OCL) liefert Kammermusik vom Feinsten.

Frei, Marco

Alpenglühen

Ausbau des Festivaltourismus in der Schweiz – Fallbeispiele aus Luzern, Gstaad und Verbier

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 02/2010 , Seite 20

Dass die Schweiz zu den Top-Tourismuszielen gehört und zudem über eine reiche Festivallandschaft verfügt, ist eigentlich bekannt. Dennoch wurden bislang Potenziale nicht ausgeschöpft, um ausländische Besucher verstärkt anzulocken. Deswegen haben das Lucerne Festival, das Menuhin Festival Gstaad sowie das Verbier Festival neue Initiativen gestartet.

Frei, Marco

Am Scheideweg

Wie das Kammerorchester und das Sinfonieorchester Basel die lokale Kulturpolitik erleben

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 02/2010 , Seite 22

Natürlich verraten schon die Namen, dass das Kammerorchester (KOB) und das Sinfonieorchester Basel (SOB) unterschiedlich ausgerichtet und aufgestellt sind. Während das KOB projektweise mit freien Musikern arbeitet, ist das SOB ein festes Ensemble. Nicht zuletzt erhält das KOB weitaus weniger Subventionen als das SOB. Was beide Klangkörper indes eint, ist der sorgenvolle Blick in die Zukunft.

Morgenstern, Martin

30 Jahre, jung und wild

Die sinfonietta basel behauptet sich im Konzertleben mit einem klugen Mix aus zeitgenössischen und populären Werken

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 02/2010 , Seite 24

1980 gegründet, hat sich die basel sinfonietta bis heute ein bisschen Grünschnäbeligkeit im allerbesten Sinne erhalten. Das Orchester funktioniert in Selbstverwaltung, bietet den Musikern Mitsprachemöglichkeiten in künstlerischen wie organisatorischen Fragen und pflegt eine lebendige Kultur des produktiven Miteinanders, die von Gastdirigenten immer wieder lobend erwähnt wird: Konstruktivität und ein Tröpfchen Anarchie! So bringt die sinfonietta ihrem Publikum unbekannte, experimentelle Werke näher und reichert ihre Sinfoniekonzerte mit grenzüberschreitenden Produktionen an, die Brücken zum Jazz, zum Tanz oder Multimedia-Performances schlagen. Ein Porträt von Martin Morgenstern.

Scherz-Schade, Sven

Finanzkräftige Kulturlandschaft?

Wie sich Klassik-Sponsoren im Alpenland engagieren

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 02/2010 , Seite 26

Die Wirtschaft der Schweiz ist eine der stabilsten Volkswirtschaften weltweit. Als Handels- und Finanzplatz hat das Land eine große Tradition im Bereich Sponsoring, wovon seit jeher auch die Orchester, Opern- und Konzerthäuser profitieren. Doch auch die Schweizer Firmen und Konzerne bleiben nicht von der aktuellen ökonomischen Krise verschont. Das hat auch für das Kultursponsoring Konsequenzen.

Richter, Andreas

Sommerfrische?

Festspielzeit für Musiker und Publikum

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 07-08/2009 , Seite 10

Für die einen Urlaub, für die anderen Dienst, nicht selten Dienst im Urlaub: Was macht Festspiele so attraktiv, beim Publikum nicht weniger als bei den Musikern, die oftmals bereit sind, für eine Mitwirkung ihre freie Zeit zu opfern? Und was suchen die Zuhörer bei diesen besonderen Veranstaltungen, was sie im normalen Abokonzert zu Hause vielleicht nicht geboten bekommen? Ein Streifzug durch das Phänomen Festival, von seiner besonderen Atmosphäre bis hin zu nüchternen Bilanzen.

Schoos, Thomas / Aleksandar Zivanovic

Der Wille zu musikalischer Exzellenz

Im Gespräch mit Andreas Mölich-Zebhauser

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 07-08/2009 , Seite 14

Es gibt Menschen, die auf ganz natürliche Weise in das Operngeschäft hineinwachsen. So ein Mensch ist Andreas Mölich-Zebhauser. Seit seiner frühesten Kindheit saß der Sohn des Operndirigenten und Pianisten Theo Mölich regelmäßig in den Konzertsälen des Ruhrgebiets, studierte das Repertoire und entwickelte eine Passion, die ihn seither nie wieder losließ. Nach Stationen beim Mailänder Musikverlag Ricordi und dem Frankfurter Ensemble Modern wurde Mölich-Zebhauser 1997 Intendant und Geschäftsführer des Festspielhauses Baden-Baden. In nur zehn Jahren führte er das erste privat finanzierte Konzerthaus Deutschlands aus den roten Zahlen und etablierte es in der ersten Reihe der internationalen Festspieladressen. Die Grundkoordinaten seines Erfolgs erläutert er in einem Gespräch.

Zivanovic, Aleksandar

Schon toll, was da so herumsitzt

Die Festspielorchester in Bayreuth und Luzern

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 07-08/2009 , Seite 18

Selten sind sich Musiker, Kritiker und Publikum über Qualität von Orchestern einig. Geht es um das Lucerne Festival Orchestra oder das Bayreuther Festspielorchester, erklingt jedoch unisono Lob von allen Seiten: Die New York Times feiert das Lucerne Festival Orchestra als eines der feinsten Orchester, die es momentan gibt, und das Bayreuther Festspielorchester wurde nicht nur von Hans Knappertsbusch als “Achtes Weltwunder” bezeichnet. Selbst wenn es für Inszenierungen auf dem grünen Hügel massive Buh-Rufe zu ernten gab, wurde das Festspielorchester vom Publikum mit stehenden Ovationen gefeiert.

Schoos, Thomas

Klingende Kassen

Das Musikfestival als Unternehmen

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 07-08/2009 , Seite 21

Von Schleswig-Holstein bis nach Luzern, von der Mosel bis nach München: Der Sommer ist mit seinen zahllosen Festivals nicht nur für viele Musiker und Musikliebhaber eine ganz besondere Zeit. Auch für die mittel- und unmittelbar am Festival beteiligten Unternehmen wie Hotels und Restaurants, Industrie und Einzelhandel sind die Festspielwochen ganz besondere Wochen, in denen nicht selten Umsatzrekorde verzeichnet werden. Auch die öffentliche Hand freut sich, nämlich über höhere Steuereinnahmen.

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