Morgenstern, Martin

30 Jahre, jung und wild

Die sinfonietta basel behauptet sich im Konzertleben mit einem klugen Mix aus zeitgenössischen und populären Werken

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 02/2010 , Seite 24

1980 gegründet, hat sich die basel sinfonietta bis heute ein bisschen Grünschnäbeligkeit im allerbesten Sinne erhalten. Das Orchester funktioniert in Selbstverwaltung, bietet den Musikern Mitsprachemöglichkeiten in künstlerischen wie organisatorischen Fragen und pflegt eine lebendige Kultur des produktiven Miteinanders, die von Gastdirigenten immer wieder lobend erwähnt wird: Konstruktivität und ein Tröpfchen Anarchie! So bringt die sinfonietta ihrem Publikum unbekannte, experimentelle Werke näher und reichert ihre Sinfoniekonzerte mit grenzüberschreitenden Produktionen an, die Brücken zum Jazz, zum Tanz oder Multimedia-Performances schlagen. Ein Porträt von Martin Morgenstern.

Scherz-Schade, Sven

Finanzkräftige Kulturlandschaft?

Wie sich Klassik-Sponsoren im Alpenland engagieren

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 02/2010 , Seite 26

Die Wirtschaft der Schweiz ist eine der stabilsten Volkswirtschaften weltweit. Als Handels- und Finanzplatz hat das Land eine große Tradition im Bereich Sponsoring, wovon seit jeher auch die Orchester, Opern- und Konzerthäuser profitieren. Doch auch die Schweizer Firmen und Konzerne bleiben nicht von der aktuellen ökonomischen Krise verschont. Das hat auch für das Kultursponsoring Konsequenzen.

Berner, Irmgard

Musikkollegiaten

Das Musikkollegium Winterthur

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 02/2010 , Seite 28

Die Schweiz war nie ein Land der Fürstenhöfe und Kirchenherrscher. Es ging immer bürgerlich-demokratisch und privatwirtschaftlich engagiert zu bei den Eidgenossen. Gleichwohl fehlte es nicht an gut organisierter Musikpraxis. Eine der ältesten Musikinitiativen der Schweiz ist das Musikkollegium Winterthur.

Berner, Irmgard

Winterthurer Modell

Im Gespräch mit Thomas Pfiffner, Direktor des Musikkollegium Winterthur

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 02/2010 , Seite 29

Seit 2005 leitet der 44-jährige Thomas Pfiffner das Musikkollegium Winterthur. Mit großem Elan und Traditionsbewusstsein führt der ausgebildete Pianist Neuerungen ein, knüpft Netzwerke für Jugendarbeit und denkt über Orchestermodelle der Zukunft nach.

Scherz-Schade, Sven

Zwischen Casino und Orchestergraben

Neuorientierung statt Fusion beim Berner Symphonieorchester

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 02/2010 , Seite 34

Bern ist die Bundesstadt der Schweiz. Seit 1877 musiziert hier das Berner Symphonieorchester (BSO). Es hat eine große Vergangenheit. Was die Zukunft bringen kann, wird momentan ausgehandelt. Seine Konzerte gibt das BSO im Konzertsaal Kultur-Casino; im Stadttheater Bern tritt es als Opernklangkörper auf. Und genau dort würde es gerne mehr Verantwortung übernehmen.

Scherz-Schade, Sven

Standort für zwei Spitzenorchester

Zürich hat die Tonhalle und die Oper

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 02/2010 , Seite 36

Die Kernstadt zählt 380.000 Einwohner und knapp eine weitere Million lebt in der umliegenden Metropolregion. Damit ist Zürich die größte Stadt der Schweiz und wichtigstes Wirtschaftszentrum. Auch was die Orchesterkultur betrifft, setzt Zürich Maßstäbe. 1985 trennte sich vom traditionsreichen Tonhalle-Orchester ein reines Ensemble für Musiktheater ab. Das Orchester der Oper Zürich mit seinen 118 Mitgliedern zählt heute zu den weltbesten Opern-Klangkörpern. Urs Dengler, seit 1992 Solo-Fagottist des Zürcher Opernorchesters, berichtet über aktuelle und althergebrachte hohe Anforderungen an die Musiker. Urs Dengler ist Präsident des Orchestervorstands der Oper Zürich.

Schoos, Thomas / Aleksandar Zivanovic

Der Wille zu musikalischer Exzellenz

Im Gespräch mit Andreas Mölich-Zebhauser

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 07-08/2009 , Seite 14

Es gibt Menschen, die auf ganz natürliche Weise in das Operngeschäft hineinwachsen. So ein Mensch ist Andreas Mölich-Zebhauser. Seit seiner frühesten Kindheit saß der Sohn des Operndirigenten und Pianisten Theo Mölich regelmäßig in den Konzertsälen des Ruhrgebiets, studierte das Repertoire und entwickelte eine Passion, die ihn seither nie wieder losließ. Nach Stationen beim Mailänder Musikverlag Ricordi und dem Frankfurter Ensemble Modern wurde Mölich-Zebhauser 1997 Intendant und Geschäftsführer des Festspielhauses Baden-Baden. In nur zehn Jahren führte er das erste privat finanzierte Konzerthaus Deutschlands aus den roten Zahlen und etablierte es in der ersten Reihe der internationalen Festspieladressen. Die Grundkoordinaten seines Erfolgs erläutert er in einem Gespräch.

Zivanovic, Aleksandar

Schon toll, was da so herumsitzt

Die Festspielorchester in Bayreuth und Luzern

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 07-08/2009 , Seite 18

Selten sind sich Musiker, Kritiker und Publikum über Qualität von Orchestern einig. Geht es um das Lucerne Festival Orchestra oder das Bayreuther Festspielorchester, erklingt jedoch unisono Lob von allen Seiten: Die New York Times feiert das Lucerne Festival Orchestra als eines der feinsten Orchester, die es momentan gibt, und das Bayreuther Festspielorchester wurde nicht nur von Hans Knappertsbusch als “Achtes Weltwunder” bezeichnet. Selbst wenn es für Inszenierungen auf dem grünen Hügel massive Buh-Rufe zu ernten gab, wurde das Festspielorchester vom Publikum mit stehenden Ovationen gefeiert.

Schoos, Thomas

Klingende Kassen

Das Musikfestival als Unternehmen

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 07-08/2009 , Seite 21

Von Schleswig-Holstein bis nach Luzern, von der Mosel bis nach München: Der Sommer ist mit seinen zahllosen Festivals nicht nur für viele Musiker und Musikliebhaber eine ganz besondere Zeit. Auch für die mittel- und unmittelbar am Festival beteiligten Unternehmen wie Hotels und Restaurants, Industrie und Einzelhandel sind die Festspielwochen ganz besondere Wochen, in denen nicht selten Umsatzrekorde verzeichnet werden. Auch die öffentliche Hand freut sich, nämlich über höhere Steuereinnahmen.

Korthase, Karolin

Die Kunst des Hörens

Musikvermittlung wird inzwischen auch auf Festivals großgeschrieben

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 07-08/2009 , Seite 24

So vielfältig wie die Musik selbst ist auch ihre Vermittlung. Stetig werden neue Bildungskonzepte entwickelt und vermehrt auch von den Festivals wahrgenommen. Aber die Qualitätsunterschiede sind groß – nicht jedes Konzept vermag es, dem Publikum neue Zugänge zur Musik zu verschaffen. Richtig (Zu-)Hören lernt nur, wer sich traut auch selbst aktiv zu werden.

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