Sven Scherz-Schade
MUSIK FÜR ALLE KANÄLE
Chöre, Orchester und Bigbands: Die Klangkörper der ARD im Kurzporträt (Teil II)
Lesen Sie die gesamte Übersicht (Heft 7-8/2023 und Heft 9/2023) in der Leseprobe
Lesen Sie die gesamte Übersicht (Heft 7-8/2023 und Heft 9/2023) in der Leseprobe
Carl Fleschs „Skalensystem – Tonleiterübungen für das tägliche Studium“ ist bis heute Pflichtprogramm für alle fortgeschrittenen Geiger und sonstigen Streicher. Dabei sind die Übungen schon fast 100 Jahre alt und auch nicht von allen geliebt. Aber wirksam. Verfasst hat sie der Geigenpädagoge und Solist Carl Flesch, der ab 1928 in seiner Villa in Baden-Baden vielbeachtete Read more about MEHR ALS NUR TONLEITERN[…]
„In angustiis“ – in Bedrängnis: Joseph Haydns Charakterisierung der Entstehungsumstände seiner 1798 (in napoleonischer Bedrängnis) komponierten Nelson-Messe ließe sich ohne Weiteres auf die Hauptwerke der vorliegenden CD-Neuveröffentlichung übertragen. Sowohl die 1934 entstandene Cellosonate des Russen Dmitrij Schostakowitsch als auch die Cellosonate des Polen Krzysztof Meyer aus dem Jahr 1983 entstammen Zeiten, in denen Musiker:innen dieser Read more about Works for Cello and Piano[…]
Unser Konzertleben ist so stark von der Idee des sogenannten „Werkes“ und dessen Unversehrtheit dominiert, dass aufführungspraktische Erwägungen früherer Zeiten, die dazu führten, oftmals nur ausgewählte Einzelsätze von Kompositionen innerhalb von Konzerten erklingen zu lassen, zutiefst verpönt sind. Sich der Möglichkeiten zu bedienen, aus Fragmenten eine übergeordnete Einheit zu schaffen, die im Sinn eines „komponierten Read more about Krise/Crisis[…]
Der Anfang: zweieinhalb Minuten quälender Unsicherheit, mit orchestralen und elektronischen Mitteln meisterhaft in Szene gesetzt. Knarzen, Knarren, Quietschen, Grummeln, Flattern, Hauchen. Bilder stellen sich ein: Öffnet sich hier eine Tür? Wird dort etwas fester geschraubt? Atmet anderswo jemand? Konkret wird das alles nicht, sondern bleibt „mehr Empfindung als Malerei“, um es mit Beethoven zu sagen. Read more about Straight Run[…]
Marcus Weiss gehört zu den international renommiertesten Solisten am klassischen Saxofon. Auf seinem neuen Album präsentiert er nun vier ausgewählte Saxofonkonzerte des 21. Jahrhunderts – oder allgemeiner gesagt: vier Werke für Saxofon mit Orchester. Alle hat er selbst uraufgeführt, zwei von ihnen erklingen hier als Ersteinspielung. Peter Eötvös’ Focus (2021) entspricht am meisten den gängigen Read more about Sax – contemporary concertos for saxophone[…]
Brahms’ Liebeslieder-Walzer mit Klavierbegleitung zu vier Händen gehören gewiss zu den bekanntesten und populärsten Werken des Komponisten. So zählen die Vokalsätze, vornehmlich die der ersten Sammlung op. 52, auch zum beliebten Repertoire von talentierten Laienchören. Da ist es besonders reizvoll nachzuvollziehen, wie ein professionelles Vokalensemble wie der RIAS Kammerchor Berlin an diese Vokalsätze herangeht. Justin Read more about Complete Liebeslieder-Walzer op. 52 & 65 / Hungarian Dances[…]
Lange hat man im Westen die Ukraine schlicht der (sowjet)russischen Kultur zugerechnet. In den letzten Jahrzehnten hat man dann einen wichtigen Komponisten wie Valentin Silvestrov (*1937), der in den 1970er Jahren zur Kiewer Avantgarde gehörte, allmählich wahrgenommen. Stärkere Aufmerksamkeit entstand leider wohl erst durch den Ukraine-Krieg. Sein Requiem für Larissa schrieb Silvestrov im Jahr 1996, Read more about Requiem für Larissa[…]
Mit seinem Themenschwerpunkt „Der wilde Sound der 20er“ blickt das Radioprogramm Bayern-Klassik exakt 100 Jahre zurück. Wild waren damals vor allem die Zeitumstände: Mit der Ruhrbesetzung und dem zivilen Widerstand, den Separatisten-Aufständen im Rheinland, dem Hitler-Ludendorff-Putsch in München, der Reichsexekution gegen die linken Regierungen in Sachsen, der Hyperinflation und der Einführung der Rentenmark brachte das Read more about Der wilde Sound der 20er: 1923[…]
Ein Frühvollendeter: Als Wunderkind im französischen Le Havre aufgewachsen, studiert André Caplet (1878–1925) am Pariser Conservatoire und erringt 1901 den karriererelevanten Rom-Preis der Pariser Académie des Beaux-Arts. Prägend für seinen Kompositionsstil wird seine Freundschaft mit Debussy, für den er Le Martyre de Saint Sébastian orchestriert und 1911 uraufführt. Der Erste Weltkrieg zerstört eine vielversprechende Dirigentenkarriere. Read more about Le Miroir de Jésus[…]