Scherz-Schade, Sven
Beruf im Wandel
Orchestermusiker der Zukunft
Werden zu viele Orchestermusiker ausgebildet? Werden sie womöglich praxisfern ausgebildet? Mit Fragen dieser Art beschäftigte man sich beim Symposium “OrchestermusikerIn der Zukunft”.
Werden zu viele Orchestermusiker ausgebildet? Werden sie womöglich praxisfern ausgebildet? Mit Fragen dieser Art beschäftigte man sich beim Symposium “OrchestermusikerIn der Zukunft”.
Warum und wozu genau ist Musik für eine Gesellschaft gut? Und wie groß ist unser Bedürfnis danach, sodass wir bereit wären, für den Erhalt einer Klassikkultur zu kämpfen?
Weit größer als die Zahl der freien Planstellen in Orchestern ist in Deutschland die Zahl der Absolventen von Musikhochschulen. Ist die Zukunft vieler junger Orchestermusiker die freiberufliche Selbstständigkeit?
Die Gründung von Orchesterakademien war in den vergangenen Jahren häufig die Antwort der Musikhochschulen auf die Forderung der Studierenden, die Ausbildung praxisnäher zu gestalten, aber auch Themen wie Musikergesundheit rückten stärker in den Fokus.
Anlässlich des Symposiums “OrchestermusikerIn der Zukunft” hatte die Junge Deutsche Philharmonie im Vorfeld eine Umfrage bei ihren Mitgliedern durchgeführt und präsentierte nun die Ergebnisse.
Orchestermusiker mögen es nicht, weil es sie maßlos viel Zeit (und damit auch Geld) kostet, und für die Studierenden ist es sowieso ein Horror. Wie also kann man Struktur und Ablauf von Probespielen grundsätzlich verbessern?
Nicht nur die instrumentalen Fähigkeiten eines Bewerbers spielen eine wesentliche Rolle, sondern auch seine soziale Kompetenz. Und: Als Bewerber sollte man sich vorher gründlich überlegen, welche Stellen für einen geeignet sind.
“Lieber Probespieltraining als zu viel Tonsatz”: Die Forderungen der Studierenden sind zahlreich und oft widersprüchlich. Das Fazit des Symposiums “OrchestermusikerIn der Zukunft” daher: Nur im Zusammenspiel von Hochschulen, Musiker-Arbeitgeber- und Musiker-Arbeitnehmerseite wird die Zukunft gelingen.