Dantrimont, Nicole

… Ich höre dich … lausche deiner Stimme …

Frühmusikalische Bildungskonzepte

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 09/2005 , Seite 20

Eine lobenswerte Entwick­lung hat sich in jüng­sten Jahren inner­halb der deutschen Orch­ester­land­schaft vol­l­zo­gen: Es gibt kaum ein Orch­ester, das keine Kinderkonz­erte ver­anstal­tet, das keine päd­a­gogis­chen Pro­gramme für Kinder anbi­etet. Doch in der Regel wen­den sich diese Konzepte früh­estens an Kinder ab dem Grund­schu­lal­ter, meist erst an Kinder ab acht Jahren. Aber: Soll die musikalis­che Erziehung, die musikalis­che Bil­dung wirk­lich erst ab diesem Zeit­punkt erfol­gen? Vielle­icht sog­ar erst, wenn Kinder weit­er­führende Schulen besuchen?
Die klare Antwort lautet: Nein. Eine musikalis­che Erziehung ist umso wirk­samer, je früher Kinder mit Musik in Berührung kom­men, im Ide­al­fall also schon im Bauch der Mut­ter. Wie wichtig ist es, ein Kind möglichst früh mit Musik zu kon­fron­tieren? Ab welchem Entwick­lungssta­di­um empfind­et ein Kind Musik? Warum muss musikalis­che Erziehung heute erlernt wer­den? Ist dies ein gesellschaftlich­es Phänomen? Ein Plä­doy­er für die frühkindliche Musikerziehung.